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Norddeutsche Neueste Nachrichten

23. November 2017 | 16:15 Uhr

Hanse Sail : Magdalena ist für Segler da

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Neuesten Nachrichten

Die Schiffsbetreuer sind für die Crews Ansprechpartner in allen Lebenslagen

von
erstellt am 08.Aug.2014 | 10:00 Uhr

Mit einer dicken Mappe unter dem Arm kommt Magdalena Grigarovà aus dem Hanse Sail-Büro gelaufen, setzt sich ihre runde Sonnenbrille auf und geht ihre handgeschriebene Liste durch – sechs Schiffe betreut sie in diesem Jahr. „Alles Holländer“, sagt die 26-Jährige gut gelaunt. Schnellen Schrittes geht sie in Richtung Kaikante und erzählt dabei, dass sie im Sommer mehrere Wochen frei hat, weil ihre Schüler in den Ferien sind. Die gebürtige Tschechin hat an der Hochschule für Musik und Theater gerade ihr Diplom in Gitarre gemacht und gibt Unterricht. „Als Schiffsbetreuerin kann ich mir etwas dazuverdienen und treffe außerdem tolle Leute in einer entspannten Atmosphäre“, sagt Magdalena. Darüber hinaus wolle sie ihr Holländisch verbessern.

Angekommen an Liegeplatz 81 stellt sie fest, dass die „Luciana“ noch nicht im Hafen liegt und dreht wieder um. Ein paar Meter weiter trifft sie auf Pia Kämpfert, die in diesem Jahr ihre Partnerin ist. Sie verständigen sich kurz, welchen Schiffen sie was gegeben haben und laufen gemeinsam zur „Albert Johannes“. Pia ist bereits das dritte Mal als Schiffsbetreuerin im Einsatz – und das, obwohl sie mittlerweile Pflegemanagement in Leipzig studiert. Für Magdalena ist es die zweite Hanse Sail als Betreuerin. Auf der „Albert Johannes“ sprechen die jungen Frauen mit der Crew kurz über die Buchungen, das geplante Essen und das Wetter. Danach geht es direkt weiter zum nächsten Schiff – der „Aphrodite“. Magdalena und Pia steigen gekonnt über das davorliegende Schiff und müssen erst einmal nach der Crew suchen. „Hallo, ist da jemand?“, ruft Pia über das Deck. Niemand antwortet. Am Bug des Schiffes finden sie schließlich Janke Kingma, die das Motorboot gerade fertigmacht. Kurz darauf kommt auch ihr Vater und Kapitän des Schiffes, Aent Kingma, dazu. Er hat schon auf die beiden Frauen gewartet, denn sie bringen ihm nicht nur morgens die druckfrische Ausgabe der NNN und den Wetterbericht, sondern auch die Buchungslisten für die einzelnen Segeltörns. „In Rostock ist alles bestens organisiert. Zu unserer letzten Betreuerin Nicolle haben wir noch ganz engen Kontakt, sie übersetzt uns zum Beispiel unser Programm“, sagt der Kapitän. Das ist typisch – haben Betreuer und Crew einmal zusammengefunden, bleiben sie sich meist viele Jahre treu. Auch Magdalena hat schon ihr Lieblingsschiff gefunden – die „Luciana“. Die kommt aber erst heute an. Also gibt es am Nachmittag erst einmal eine Pause. „Die nächsten Tage werde ich noch genug umherlaufen“, sagt Magdalena.

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