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Norddeutsche Neueste Nachrichten

21. November 2017 | 11:25 Uhr

Girls’ Day in Rostock : Mädchen testen Traumberufe

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Neuesten Nachrichten

Rostocker Unternehmen laden zum Girls’ Day hinter die Kulissen ein. Schülerinnen lernen Tätigkeiten aus Männerdomänen kennen.

Schornsteinfegerin, Feuerwehrfrau oder Ingenieurin – in einigen Berufen sind Frauen noch immer in der Minderheit. Um heranwachsenden Mädchen zu zeigen, dass sie dennoch keine Scheu davor haben müssen, sich in den Männerdomänen durchzusetzen, hat gestern in vielen Rostocker Unternehmen wieder der Girls’ Day stattgefunden.

Was vom Eingang des Notrufes bis zum Ausrücken der Löschfahrzeuge passiert, haben die Kameradinnen der Berufsfeuerwehr den Schülerinnen bereits im vierten Jahr gezeigt. „Wir wollen den Mädels alles vermitteln, was unseren Beruf ausmacht – mit allen positiven, aber auch negativen Aspekten“, sagt Einsatzleiterin Wencke Vens. Dass das Anlegen der Montur schnell gehen muss, dass die Werkzeugkoffer gar nicht so leicht sind, wie sie aussehen, und wie es ist, sich als Frau unter den Männern zu beweisen. „Ich finde den Job toll, weil man dabei anderen helfen kann“, sagt die 14-jährige Anna Röver von der Balticschule. „Am aufregendsten war es, mit der Drehleiter bis ganz nach oben fahren zu können – 28,5 Meter“, sagt die Schülerin.

Der Mädchen-Zukunftstag ist ein bundesweit stattfindender Berufsorientierungstag für Schülerinnen von der 5. bis zur 10. Klasse. Seit 2002 gibt es ihn auch in MV. Der Fokus liegt dabei auf Berufen, in denen maximal 40 Prozent Frauen eine Ausbildung machen oder arbeiten. Dazu gehören vor allem auch technische Berufe. „Gerade Ingenieurwissenschaften sind noch immer nicht so hoch von Frauen frequentiert“, sagt Benjamin Peipert vom Landesamt für Gesundheit und Soziales (Lagus). Von ihm haben Hanna Lenhardt und Gina Dittmer gestern alles zum Thema Lärm und Lärmschutz erfahren. „Wir haben gelernt, was im Lagus alles gemacht wird, wie sich Lärm ausdehnt und Experimente durchgeführt“, sagt Hanna Lenhardt. So konnten die Mädchen beispielsweise mit einem Schallpegelmessgerät testen, wie viel Dezibel ein Luftballon erreicht, wenn er platzt. „Ich finde es toll, dass es den Girls’ Day gibt und wir die Möglichkeit haben, viele verschiedene Berufe kennenzulernen“, sagt Gina Dittmer von der Jenaplanschule. Vor allem Berufe in der Forschung interessieren die 14-Jährige. So habe sie im vergangenen Jahr bereits beim Leibniz-Institut für Ostseeforschung in Warnemünde viel gelernt.

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