Stadtentwicklung : Luxusbau macht Hafenbahn sichtbar

Seit ein paar Wochen rollen die Bagger. Ende des Jahres wird der Bau, der sich über die Brüstung erstrecken wird, fertig werden. Makler Andreas Franke hat schon Reservierungen für drei von acht Wohnungen verbucht. Welches Gewerbe einzieht, ist noch offen.
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Seit ein paar Wochen rollen die Bagger. Ende des Jahres wird der Bau, der sich über die Brüstung erstrecken wird, fertig werden. Makler Andreas Franke hat schon Reservierungen für drei von acht Wohnungen verbucht. Welches Gewerbe einzieht, ist noch offen.

In der Schröderstraße entstehen bis Ende des Jahres neue Wohnungen / Unterführung wird eingebunden

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28. Januar 2016, 10:00 Uhr

In der Schröderstraße nahe den Wallanlagen rollen die Bagger. Bis Ende des Jahres entsteht dort auf 300 Quadratmetern mit Tiefgarage das Wohn- und Geschäftshaus 18 Karat. Mit dem Klischee des Luxusbaus bricht der geplant viereinhalb-geschossige Kubus mit gläsernen Fronten insofern, als dass er ein Stück Rostocker Geschichte mit aufnimmt – Relikte der Hafenbahn.

Die führte von 1889 bis 1936 über den Bahnhof, mit einer Unterführung die Straße Am Vögenteich kreuzend, vorbei am Zentrum und zum Stadthafen. Heute ist die Stützmauer zur Unterführung, besprayt mit Graffiti, leicht zu übersehen. „Wir machen sie wieder sichtbar“, sagt Architekt Franz-Ludwig Carewicz von der AP-Planungsgesellschaft. Die hatte ein privater Investor, der das Gelände von der Stadt erwarb, mit dem Bau beauftragt. „Für uns ist er etwas besonderes“, sagt Carewicz. Bewusst hätten sie sich Zeit gelassen, statisch viele Überlegungen angestellt.

Der Kubus wird 18 Meter lang wie breit und 21 Meter hoch sein. Oberhalb der Hafenbahn wird er auf einem gläsernem Sockel ruhen und sich über das Geländer strecken. Im Kubus soll es acht Eigentumswohnungen beziehungsweise Lofts mit 120 bis 136 Quadratmetern geben.

Für drei Wohnungen hat Andreas Franke von Engel und Völkers schon Reservierungen. Für die drei Gewerbeeinheiten gibt es mehrere Interessenten. „Es soll ruhiges Gewerbe werden“, so Franke – Praxis, Kanzlei, vielleicht ein kleines Café. In der alten Mauer entstehen gläserne Schaukästen für die Geschichte. Den Tunnel will Carewicz in Absprache mit der Stadt reinigen und beleuchten lassen.

Das Grundstück neben dem 18 Karäter an der Ecke Am Vögenteich/August-Bebel-Straße ist auch vergeben. Nach der offenen Ausschreibung ging es an einen privaten Investor. Auch darauf soll ein Hochbau mit Wohnungen entstehen. In den nächsten Wochen wird ein Planungswettbewerb dafür starten, informiert die Rostocker Gesellschaft für Stadterneuerung und -entwicklung (RGS).

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