maritim : Lotsen investieren in ihre Flotte

Das alte und neue Boot im Blick: Mario Hey, Geschäftsführer der Lotsbetrieb GmbH.
Das alte und neue Boot im Blick: Mario Hey, Geschäftsführer der Lotsbetrieb GmbH.

Nach „Jasmund“ folgen zwei weitere neue Versetzboote

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05. August 2015, 15:00 Uhr

Die Flotte der Lotsbetrieb GmbH Mecklenburg-Vorpommern wird verjüngt. Zum Jahresbeginn bekam sie durch die neue, in Polen gebaute „Jasmund“ Verstärkung, die sich gegenwärtig in Wolgast in der Endausrüstung befindet. Sie wird künftig von Freest aus für die Ostansteuerung Stralsunds im Einsatz sein, berichtet Mario Hey (48), Geschäftsführer des in Warnemünde ansässigen Versetzdienstes der Lotsen. Zwei weitere Boote dieses Typs mit einer Service-Geschwindigkeit von 25 Knoten und hoher Kentersicherheit sollen folgen. Im Herbst wird voraussichtlich der Bau beginnen und die Indienststellung, so Hey, etappenweise für 2016/ 2017 angesteuert.

Das Unternehmen hat auch in die Modernisierung ihrer inzwischen 20 Jahre im Einsatz befindlichen Boote vom Typ „Schnatermann“ investiert. Das letzte der auf der Fassmer-Werft gebauten fünf Boote, die „Meckelborg“, erfährt gerade auf der Horn-Werft in Wolgast ihre Verjüngungskur. Wie zuvor die „Klaashahn“, „Öllermann“, „Muttland“ und „Schnatermann“ erhält das Versetzboot zwei neue Volvo-Penta-Motoren, die den neuesten Abgasrichtlinien entsprechen und einen schnelleren und sparsameren Betrieb ermöglichen. Zudem wächst mit einer neuen Klimaanlage und für den Seegang besser geeignete Sitze der Komfort. Ende des Jahres soll auch noch die von Barhöft eingesetzte „Bergen“ neu motorisiert werden.

Ende September, Anfang Oktober geht der vornehmlich für den Wintereinsatz tätige Schlepper „Bock“ zur Klassenerneuerung in die Werft. Während „Muttland“, „Schatermann“ und „Klaashahn“ gegenwärtig in den Häfen von MV dienstleistungsbereit sind, arbeitet „Öllermann“ in Bremerhaven, wohin nach der Werftzeit der „Meckelborg“ dann auch noch „Klaashahn“ gehen soll. In Wilhelmshaven ist seit 2013 wiederum die in Schweden gebaute „Warnemünde“ im Einsatz und wird auch an der Jade Flagge gezeigt. Seit Frühjahr ist hier das Verkehrsaufkommen gestiegen. So gibt es auch für den Versetzdienst mehr Anläufe zu bedienen.

35 Mann seefahrendes Personal und fünf Mitarbeiter in der Verwaltung bilden den Mitarbeiterstamm des zur Linnhoff-Schifffahrt-Gruppe gehörenden Warnemünder Lotsbetriebs, der praktisch in der einstigen Bagger- Bugsier- und Bergungsreederei (BBB) seine Wurzeln hat. Zwischenzeitlich gehörten nach der Privatisierung auch die Lotsen zu den Gesellschaftern der Reederei.

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