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Urabstimmung : Lokführer stimmen mit 90 Prozent für Streik

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Aus der Redaktion der Norddeutschen Neuesten Nachrichten

Mitarbeiter fordern Flächentarif bei der RSAG - zwei Regionallinien betroffen

Verhärtete Fronten im Tarifstreit bei der Rostocker Straßenbahn AG (RSAG): Die Lokführer und Zugbegleiter im Regionalbahnverkehr haben sich in einer Urabstimmung mit 90 Prozent für einen Streik ausgesprochen, teilte die Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL) gestern mit. Sie will die Einführung des Flächentarifvertrags durchsetzen. „Die Zustimmungsquote zeigt, wie geschlossen unsere Mitglieder hinter unserer Forderung stehen", sagt Bundesvorsitzender Claus Weselsky. Die Mitarbeiter würden nicht eher ruhen, als bis der Arbeitgeber sich bewege.

Damit drohen Zugausfälle in der Region Rostock. Von der Tarifauseinandersetzung betroffen sind die Bahnstrecken RB 12 von Rostock nach Graal-Müritz sowie RE 8 von Tessin nach Wismar. Die betreibt die RSAG im Auftrag der DB Regio. 55 Lokführer und Zugbegleiter sind hier beschäftigt. Ihre Entlohnung liegt laut GDL 20 Prozent unter dem Tarif. Früheren Angaben des Straßenbahn-Vorstands Jochen Bruhn zufolge werden die Mitarbeiter auf den Regionalstrecken wie die Straßenbahnfahrer des Unternehmens bezahlt. Diese Bedingungen hätten sie bei der Einstellung akzeptiert. Der Vertrag mit der Bahn sei darauf aufgebaut. „Wir können niemals die Konditionen anbieten, die die GDL fordert“, sagte Bruhn.

Der Lokführergewerkschaft zufolge habe die RSAG inzwischen unverhohlen mit einem Ausstieg aus dem Regionalgeschäft gedroht. Sollte das kommunale Unternehmen den Vertrag mit DB Regio tatsächlich zum 30. Juni kündigen, könnten die 55 Mitarbeiter ihre Jobs verlieren. In einem Brief an die RSAG-Geschäftsführung forderte die GDL eine Rückkehr an den Verhandlungstisch. Dann würden die Streiks ausgesetzt.

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erstellt am 15.Apr.2014 | 08:00 Uhr

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