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19. November 2017 | 02:27 Uhr

Lösung für WC-Problem in Sicht

vom

svz.de von
erstellt am 30.Aug.2012 | 10:34 Uhr

Warnemünde | Die Toiletten-Situation im Ostseebad ist nicht mehr tragbar. Vor allem am Nordkreuz, einem stark frequentierten Umsteigepunkt. Der Finanzausschuss hat das Thema vorgestern vertagt. Während die Lütten Kleiner scheinbar das Container-Klo behalten wollen, lehnen die Warnemünder das Provisorium weiterhin ab. Es entspreche nicht mehr den heutigen Standards und sei zudem nicht ausreichend für einen starken Besucherzustrom. Am Nordkreuz gibt es derzeit noch einen Parkplatz, der elf Reisebussen Raum bietet.

Besucher der letzten Portparty hatten die wenigen Toiletten kritisiert. Lange Schlangen gab es vor den WCs am Pier 7. Bald könnte das Problem jedoch beseitigt sein. Hafensprecher Christian Hardt von der Hafen-Entwicklungsgesellschaft Rostock (Hero), die die Fläche gepachtet und in den vergangenen zehn Jahren dort 20 Millionen Euro investiert hat, sagt: "Unser Aufsichtsrat hat am 28. März Robert Dahl vom Pier 7 seine Zustimmung zum Bau des Toilettengebäudes mit vier Herren-, acht Damen- und einer Behindertentoilette gegeben", sagt Hardt. "Das ist dringend notwendig an dieser Stelle", meint auch der Hero-Sprecher. Robert Dahl hat den Antrag am 6. März eingereicht. Er hat allerdings das Gebäude um eine Terrasse erweitert, um die Aussicht zu nutzen und um die Kosten der Betreibung hereinzubekommen. Die Investition hat eine Dimension von 250 000 Euro. Die Stadt hat den Bauantrag abgelehnt. "Der Bauantrag umfasste nicht nur den Bau eines WCs, sondern auch damit verbunden eine Erweiterung des Imbissangebots und eine Aussichtsterrasse", teilt Ulrich Kunze, Sprecher der Hansestadt Rostock, in einer Stellungnahme mit. Mit Hinweis auf die derzeit zur Mittelmole laufenden Planungen hat die Stadtverwaltung darauf gedrungen, Neubaupläne vorerst zurückzustellen. Stadtplanungs-Chef Ralf Müller begründet dies damit, dass das Vorhaben auf der Mittelmole liegt und geprüft werden müsse, ob die Planung dadurch behindert oder erschwert wird. Unternehmer Dahl will nun die Widerspruchs-Frist nutzen. "Ich werde das Bauamt bitten, ob man es nicht doch genehmigen kann." Er fürchtet, dass sich sonst die Toiletten-Situation an dieser Stelle bis 2014 nicht grundlegend verbessert.

Prof. Dieter Neßelmann, Vorsitzender der CDU-Fraktion und Mitglied im Ortsbeirats im Ostseebad kämpft seit Langem um die Verbesserung der WC-Situation von Warnemünde. Er ist auch verwundert über die Ablehnung. "Das kann ich nicht nachvollziehen, eigentlich ist das skandalös", sagt er.

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