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Norddeutsche Neueste Nachrichten

24. Oktober 2017 | 07:59 Uhr

Neue Technik : Lkw erkennt müde Fahrer

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Gustke Logistik investiert 5,1 Millionen Euro in 45 Trucks / Spur- und Bremsassistenten sind inklusive

von
erstellt am 13.Jun.2014 | 06:00 Uhr

Sie erkennen müde Fahrer, bremsen automatisch, wenn der Abstand zum Vordermann zu gering wird und machen lautstark darauf aufmerksam, wenn die Spur nicht gehalten wird – die neue Lkw-Generation ist intelligent und soll für mehr Sicherheit sorgen. Gustke Logistik investiert 5,1 Millionen in 45 neue Trucks – 15 von MAN und 30 von Mercedes Benz. Gestern unterschrieb Geschäftsführer Stephan Gustke die Kaufverträge. Er setzt seit Jahren auf die Zwei-Marken-Strategie. „Auch um den Wettbewerb aufrecht zu erhalten“, so der Geschäftsmann, der monatelang in Verhandlungen mit beiden Lkw-Anbietern stand. Von August bis Oktober sollen jeden Monat 15 neue Fahrzeuge auf das Betriebsgelände rollen.

„Wir versprechen uns vor allem mehr Sicherheit für unsere Fahrer“, sagt Gustke. Darum gebe er gern auch mehr Geld für die neueste Technik aus, die gesetzlich nicht vorgeschrieben ist. „Das ist natürlich auch ein wirtschaftlicher Aspekt“, sagt der Logistiker. Je weniger Unfälle die Fahrer bauen, desto geringer würden letztlich auch die Versicherungskosten ausfallen. Die neuen Bremsassistenten sollen beispielsweise Auffahrunfälle auf Stauenden verhindern und die Spurassistenten sollen vor dem gefährlichen Sekundenschlaf schützen. Wenn ein Lkw-Fahrer wiederholt von der Spur abweicht und unruhig das Lenkrad steuert, wird er von seinem Truck außerdem dazu angehalten, eine Pause einzulegen. Darüber hinaus entsprechen sie der neuen Euro-6-Abgasnorm und sind damit umweltfreundlicher als die Vorgänger-Modelle.

Mit dem Kauf der neuen Lkw, die die alten Modelle größtenteils ersetzen sollen, knackt der Fuhrpark erstmals die Marke von 100 Fahrzeugen. „Letztlich werden wir fünf Lkw mehr haben“, so Gustke. Die alten Trucks sind größtenteils geleast und werden wieder abgegeben. Die Neuen bieten ihren Fahrern nicht nur mehr Sicherheit, sondern auch Komfort. In den Modellen von Mercedes gibt es beispielsweise Trainingsgeräte. Alle Fahrzeuge verfügen zudem über eine Standklimaanlage. „Es ist heute schwierig, Personal zu finden. Da muss man den Fahrern schon etwas bieten, um konkurrenzfähig zu sein“, sagt Gustke. Allein sechs bis acht neue Lkw-Fahrer sucht der Betrieb nun für die zusätzlichen Fahrzeuge. Gustkes Großvater Heinrich baute das Unternehmen 1933 auf. Damals begann alles mit einem einzigen Lkw. Dass das Unternehmen heute auf einen Schlag in 45 neue Fahrzeuge investieren kann, macht Gustke sehr stolz. In Zukunft soll sein Unternehmen noch weiter wachsen. Die Grundsteine dafür sind längst gelegt. Im September beginnen 14 Auszubildende ihre Lehre im Traditionsbetrieb.

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