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Hungerlöhne statt Tariflöhne : Linke beklagt zunehmende Zahl von Billigjobs

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Die Linke beklagt eine zunehmende Zahl von Billigjobs. Die Leiharbeit hat in MV seit 2007 um etwa ein Drittel zugenommen und durch Werksverträge werden Tarifvereinbarungen unterlaufen.

svz.de von
erstellt am 27.Apr.2012 | 09:51 Uhr

Schwerin | Die Linke beklagt eine zunehmende Zahl von Billigjobs. Die Leiharbeit habe in MV seit 2007 um etwa ein Drittel zugenommen und durch sogenannte Werksverträge würden Tarifvereinbarungen unterlaufen. "Statt Tariflöhnen werden Hungerlöhne gezahlt", kritisierte der Linke-Abgeordnete Henning Foerster gestern im Schweriner Landtag. In vielen Fällen müsse der Staat zuzahlen, um den Arbeitnehmern den Lebensunterhalt zu sichern. Laut Foerster flossen dafür im Vorjahr im Nordosten 346 Millionen Euro. "Wir müssen jeder Entwicklung entgegentreten, die zu weiteren prekären Arbeitsverhältnissen führt", sagte der Oppositionspolitiker.

Arbeitsministerin Manuela Schwesig (SPD) räumte Regelungsbedarf zur Eindämmung schlecht bezahlter Jobs ein. "Unternehmen brauchen Flexibilität. Aber das darf kein Freibrief zu Lohndumping sein", betonte die Ministerin. Leiharbeit dürfe nur ein befristetes Mittel sein und das Prinzip gleicher Lohn für gleiche Arbeit müsse wieder durchgesetzt werden. Sie hoffe auf eine gemeinsame Initiative der Länder im Bundesrat. Die Forderung der Linken, im Land eigenständig die Zahl der Werksverträge zu erheben, lehnte Schwesig ab. Dafür fehle die Grundlage und zudem sollten die Firmen nicht mit zusätzlicher Bürokratie belastet werden.

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