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17. Dezember 2017 | 01:30 Uhr

Lindenpark wird umgestaltet

vom

svz.de von
erstellt am 22.Aug.2013 | 11:22 Uhr

Kröpeliner-Tor-Vorstadt | Ein neuer Eingang für den Lindenpark und eine Aufarbeitung der ältesten Grabflächen: Wenn es nach dem Grünamt der Hansestadt Rostock geht, könnte dieses Vorhaben bereits in einem Jahr abgeschlossen sein. "Damit wollen wir ein Stück Kulturgut wiederherstellen", sagt Grünamtsleiter Stefan Neubauer.

Geplant ist eine schrittweise Verlegung des jetzigen Einganges hin zur ursprünglichen Position weiter östlich. Der Grund: Unter dem aktuellen Weg befinden sich Gräber von insgesamt zwölf gefallenen französischen Soldaten des Deutsch-Französischen Krieges von 1870/71. Die Grabanlage ist heute aufgrund der Gestaltung kaum erkennbar, genauso wie die gegenüberliegende Anlage, auf der 20 deutsche Soldaten begraben sind. "Die Gräber sind damals einfach nicht bedacht worden", so Neubauer. Ausschlaggebend für die Gestaltung der Wege sei die Straßenführung gewesen und nicht der ehemalige Friedhof.

Insgesamt 90 000 Euro soll die Umgestaltung kosten. Die Verlagerung des Einganges soll aber in zwei Schritten erfolgen, sodass sich die Nutzer daran gewöhnen können. Zudem soll die noch heute erhaltene Granitstele, auf der einst die Namen der Franzosen zu lesen waren, saniert werden. Zusätzliche Bänke, neue Bepflanzungen und eine Art Tor sollen den neuen Eingangsbereich abrunden.

Unterstützt wird das Vorhaben von der Jahresköste der Rostocker Kaufmannschaft. Diese nimmt das 50. Jubiläumsjahr des Elysée-Vertrages über die deutsch-französischen Freundschaftsbande zum Anlass, um die Umgestaltung des Lindenparks mitzufinanzieren. "Kriegsgräber sind Mahnung an neue Generationen, alles für den Frieden unter den Völkern zu tun", erklärt Thomas Böhm, Öllermann des Vereins. Der Park und einstige alte Friedhof sei mehr als eine Erholungsoase. Er besitze kultur-historische Dimension, so Böhm weiter. Der Verein will 30 000 Euro spenden. Geld, das traditionell auf dem Festmahl der Jahresköste im Oktober eingenommen wird.

Auch Hannes Rother vom Verschönerungsverein setzt sich für die Umgestaltung des Lindenparks ein. Seit Jahren kümmern er und seine Mitstreiter sich um die Sauberkeit in dem Park. "Noch vor einem Jahr hätte ich mir nicht träumen lassen, dass es zu der historischen Umgestaltung kommen würde."

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