Kreuzfahrt : Liegeplatz 7 wird saniert

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Baustart am maroden Kai ist am 21. September. Die Stadt investiert 4,5 Millionen Euro

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11. September 2015, 06:00 Uhr

Die Sanierung des maroden Liegeplatzes 7 am Warnemünder Kreuzfahrtkai startet am Montag, 21. September. „Wegen des desolaten Zustands ist die Standsicherheit der Anlage nicht mehr gewährleistet“, sagt Tief- und Hafenbauamtschef Heiko Tiburtius. Daher soll sie bis zum Beginn der neuen Kreuzfahrtsaison im April kommenden Jahres für rund 4,5 Millionen Euro abgerissen und neu gebaut werden.

Mit den Arbeiten hat die Hansestadt die Rostocker Firma Ed. Züblin AG mit Sitz in der Hundsburgallee beauftragt. Sie wird den Anleger auf 280 Metern Länge und zwölf Metern Breite neu errichten. Zunächst aber müssen die Abrissbagger anrollen. Denn „die Stützen im Untergrund sind verrottet“, so Tiburtius. Deswegen waren bereits vor der Saison 2014 Instandsetzungsarbeiten nötig geworden. Schon damals hatten Probeuntersuchungen dem Kai nur noch eine mangelhafte Standsicherheit attestiert, weil Rost den Stahlstützen auf der Ostseite stark zugesetzt hatte. Als notdürftige Gegenmaßnahme waren an ausgewählten Pfählen Stahlplatten vorgeschweißt worden. Damals konnten die Arbeiten rechtzeitig vor dem Anlauf der ersten Kreuzfahrtschiffe abgeschlossen werden.

Auch dieses Mal sei „der Bauzeitraum in Abstimmung mit der Hafen-Entwicklungsgesellschaft bewusst außerhalb der Kreuzfahrtsaison gelegt worden“, sagt Tiburtius. Ab Baustart werden bis zum 17. Oktober nur noch fünf Anläufe im Seebad erwartet, vier davon von der „Aidamar“. Das Schiff, das die Saison auch beenden wird, kommt am 26. September sowie 3. und 10. Oktober nach Warnemünde. Für den 15. Oktober ist zudem die „Marco Polo“ angekündigt. „Sie werden am Liegeplatz 8 nebenan festmachen“, sagt Tiburtius.

Er ist zuversichtlich, den straffen Zeitplan einhalten zu können. Allerdings müsse immer mit Hindernissen gerechnet werden. So könnten beispielsweise Findlinge im Untergrund die Arbeiten behindern. Diese müssten im Zweifelsfall vorgebohrt und abtransportiert werden, um den Neubau mit rückverankerter Spundwand zu ermöglichen.

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