Liebherr montiert 1000-Tonnen-Kran

<strong>Das Schiff bietet</strong> den fast 400 Besatzungsmitgliedern außergewöhnlichen Komfort. Darauf legt Stefanie Baumann Wert.<foto>geos</foto>
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Das Schiff bietet den fast 400 Besatzungsmitgliedern außergewöhnlichen Komfort. Darauf legt Stefanie Baumann Wert.geos

svz.de von
17. Januar 2013, 09:55 Uhr

Seehafen | Am Liebherr-Kai wird derzeit ein Offshore-Spezialschiff mit seinem Herzstück ausgerüstet - einem 1000-Tonnen-Kran aus dem Rostocker Werk. Ein zweiter, kleinerer 100-Tonnen-Kran ist bereits in Betrieb. In zehn Tagen soll die leuchtend orange gestrichene "Caballo Marango" dann ihre Überfahrt in den Golf von Mexiko antreten.

Dort will das mexikanische Offshore-Dienstleistungsunternehmen Oceanografia sie für Montage- und Umbauarbeiten an Bohrplattformen einsetzen. "Das Schiff kann aber beispielsweise auch für den Bau von Windmühlen, zur Unterstützung von Tauchern oder als Löschboot verwendet werden", sagt Stefanie Baumann von Coastline Maritime aus Singapur. Ihr Unternehmen hat das Schiff in Auftrag gegeben und wird es nach Mexiko verchartern.

Bis es so weit ist, will Liebherr den Aufbau des Krans abgeschlossen und sämtliche Schwierigkeiten ausgemerzt haben. Ein Testlauf mit 110 Prozent der Volllast findet voraussichtlich am Montag statt - wenn das Wetter mitspielt. "Wenn es zu windig ist, können wir nicht heben", sagt Liebherr-Projektleiter Keno Dirks. Davon geht er derzeit aber nicht aus, sodass die "Caballo Marango" elf Kilometer vor Warnemünde einen 1100-Tonnen-Ponton an Bord hieven kann.

Er fährt wie ein Baukran

"Die Hubmasse ist schon enorm", sagt Dirks. Andere Schwimmkräne könnten zwar noch deutlich größere Lasten bewältigen - bis zu 14 000 Tonnen - seien wegen ihrer festen Untersätze aber sehr starr in der Bewegung. "Unser fährt sich dagegen wie ein Baukran", so Dirks. Zudem beinhalte er die benötigte Technik komplett selbst. "Man muss ihn nur aufsetzen, anschrauben und anschließen", sagt der 32-Jährige.

Allein damit seien 129 Mitarbeiter beschäftigt. Hinzu kommen die zahlreichen Beschäftigten während der rund achtmonatigen Bauphase. "Und den nächsten, baugleichen Kran hat Coastline Maritime schon in Auftrag gegeben", so Dirks. Generell laufe das Geschäft mit den Offshore-Kränen sehr gut: "Das war die richtige Entscheidung." Daher plane Liebherr auch damit, eine noch brachliegende Fläche neben dem Werk zu nutzen und die Mitarbeiterzahl deutlich zu erhöhen.

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