Mehr Toleranz : Liebe in den Farben des Regenbogens

An der Spitze der Demonstration fährt die Drag-Queen Tatjana Taft.
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An der Spitze der Demonstration fährt die Drag-Queen Tatjana Taft.

Der 13. Christopher Street Day macht mit einer schrillen Parade auf ernste Themen aufmerksam. Rostocker demonstrieren für Akzeptanz.

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20. Juli 2015, 06:00 Uhr

Ein Meer aus Regenbogenfahnen, Musik und gute Laune, so weit das Auge reicht – so ist es beim 13. Christopher Street Day (CSD) in Rostock zugegangen. Unter dem Motto „Um Gottes Willen, wenn Glaube ein Anker ist, darf Religion keine Fessel sein“ wurden die politischen Aussagen bunt und mit viel Musik in die Straßen der Stadt getragen.

Dabei ist eine 40 Meter lange Fahne ein Blickfang gewesen. Sie besteht aus Landesflaggen und dem Banner der Organisation „Enough is Enough! Open Your Mouth!“. „Es ist eine Trauerfahne“, sagt Rosie Gromotka und erklärt: „In 77 Ländern wird die gleichgeschlechtliche Liebe kriminalisiert und in sieben davon sogar mit dem Tod bestraft.“ Sie arbeitet ehrenamtlich für die Organisation und klärt über die Kriminalisierung der gleichgeschlechtlichen Liebe auf. „Wir gehen heute auch für diejenigen auf die Straße, die es selbst nicht können oder dürfen“, erklärt Rosie.

Trotz ausgelassener Stimmung gerät eines nicht in den Hintergrund: Der CSD ist eine Demonstration. Deren Teilnehmer treten für die Rechte und Akzeptanz von Homo-, Bi- und Transsexuellen ein. „Wir sind eine Minderheit, aber wir wollen zeigen, dass es uns gibt. Deshalb treten wir laut und bunt für unsere Rechte ein“, sagt der stellvertretende Vorsitzende des CSD Rostock, Mathias Luther. Mit Schildern, Bannern, Autos und Regenbogenfahnen ziehen die Demonstranten durch die Innenstadt und machen auf sich aufmerksam.

Im Anschluss feiern die Teilnehmer gemeinsam auf dem Neuen Markt ein Straßenfest. Zur Unterhaltung tragen unter anderem Ireen Sheer, Laing und Sweet Sugar Swing mit ihrem Bühnenprogramm bei.

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