Reutershagen : Lichtermeer für Hiroshima

Farbenspiel auf dem Schwanenteich: Behutsam lässt Christa Petersmann die bunten Kerzen auf das Wasser gleiten. Sie ist seit Kurzem Mitglied des Rostocker Friedensbündnisses.
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Farbenspiel auf dem Schwanenteich: Behutsam lässt Christa Petersmann die bunten Kerzen auf das Wasser gleiten. Sie ist seit Kurzem Mitglied des Rostocker Friedensbündnisses.

Rostocker gedenken der Atombombenopfer von 1945. Friedensbündnis warnt vor erneuter Katastrophe.

Hunderte Lichter haben zahlreiche Rostocker und die Mitglieder des hiesigen Friedensbündnisses am Sonnabend auf den Schwanenteich in Reutershagen geschickt – in Gedenken an die Opfer der Atombombenabwürfe auf die japanischen Städte Nagasaki und Hiroshima von 1945. Damit begeht das Rostocker Friedensbündnis bereits zum zweiten Mal öffentlich den Hiroshima-Tag in der Hansestadt. „Aber wir wollen mehr als nur gedenken“, sagt Cornelia Mannewitz. „Wir wollen aufmerksam machen, auf das, was gerade in der Welt passiert, auf die politischen Entwicklungen. Denn die Menschheit steht gerade an einem Scheideweg“, so Mannewitz. Gemeinsam mit den anderen Bündnismitgliedern organisiert sie neben dem Hiroshima-Tag auch andere friedliche Proteste gegen Krieg und Missstände, wie den Ostermarsch.

Mit einer Bildergalerie, Musik, Gedichten und Grußbotschaften von „Hibakusha“, wie die Überlebenden der nuklearen Katastrophe genannt werden, haben die Bündnismitglieder am Hiroshima-Tag ein Zeichen für die weltweite atomare Abrüstung gesetzt. „Bisher gilt nur der Atomwaffensperrvertrag, der denjenigen, die Atomwaffen besitzen, vorschreibt, diese nach und nach abzurüsten“, sagt Ernst-Ludwig Iskenius, Mitglied des Vereins Internationaler Ärzte für die Verhütung des Atomkrieges (IPPNW). „Wir setzen uns dafür ein, dass stattdessen der Atomwaffenverbotsvertrag greift, der den Besitz und Gebrauch dieser komplett untersagt und dem nuklearen Wahnsinn ein Ende macht“, so der Aktionär. Für dieses Ziel haben die Mitglieder des Rostocker Friedensbündnisses bei der Aktion am Sonnabend weitere Unterschriften sammeln können.

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