Leuchtende Weihnachten : Licht an in Groß Grenz

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Das Haus des Feuerwehr-Chefs erstrahlt jedes Jahr zu Weihnachten in vollem Glanz.

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25. Dezember 2013, 18:00 Uhr

„In Groß Grenz brennt es lichterloh“ – diese Nachricht auf seinem Handy hat Maik Langer ganz schön in Aufregung versetzt. Schließlich ist der Familienvater der Chef der örtlichen Feuerwehr. Kurz danach aber Entwarnung: Seine Kameraden wollten ihn nur veralbern und mit der SMS ihre Freude darüber ausdrücken, dass das Haus der Familie in der Klein Grenzer Chaussee wieder in den buntesten Farben weit und breit erstrahlt.

„Wir hatten schon immer bunte Lichterketten, auch als wir noch in Rostock zur Miete gewohnt haben“, sagt Maik Langer. Mit dem Umzug ins eigene Haus im Jahr 2004 konnte sich das Familienoberhaupt dann lichttechnisch noch besser ausleben. Jedes Jahr sei mehr dazugekommen, wurde neben dem Inneren auch das Äußere des Hauses in ein weihnachtliches Licht getaucht. Mittlerweile zählt Langer etwa 4500 LEDs.

Die Stromrechnung fällt zwar höher aus als im Sommer, aber dennoch geringer als früher. „Durch die LED-Technik hat heute die gesamte Beleuchtung 150 Watt, früher war das der Verbrauch eines einzelnen Lichtschlauchs“, sagt Maik Langer. Der Extra-Verbrauch für seine Weihnachts-Beleuchtung würde sich deshalb bei etwa zwei Kilowattstunden pro Tag einpegeln. Doch der technische Fortschritt hätte nicht nur Vorteile. Heutzutage gingen die Leuchtmittel viel zu leicht kaputt, bedauert der Weihnachts-Liebhaber. So sei es jedes Mal aufs Neue eine Überraschung, welche der Lichter noch funktionieren, wenn der 42-Jährige sie im November aus den großen Kisten in seinem Schuppen holt.

Pünktlich zum 1. Advent soll alles fertig sein. „Bis alles angebracht ist, dauert es insgesamt gut 30 Stunden“, bilanziert der Groß Grenzer. Auf- und Abbau sind seine Sache – die Familie, besonders die Ehefrau, würde sich zwar am Lichter-Spektakel erfreuen, aber das Anbringen überlassen sie dann doch dem Papa. Dem reicht es auch nicht, nur die Lampen aufzuhängen. Für einen Tannenbaum und zwei große Sterne, einen sogar mit Schweif, hat der Eisenflechter eigenhändig aus Baustahl die Gerüste gebogen.

Jeden Morgen, wenn er im Dunkeln zur Arbeit fährt, freut sich Maik Langer über die Beleuchtung. Die Zeitschaltuhr ist deshalb so programmiert, dass Arbeits- und Schulweg mit dem Anblick der bunten Lichter begonnen werden – von 5.30 bis 7.30 Uhr und von 16 bis 22.30 Uhr. „Ich weiß von vielen Nachbarn, dass ihnen das gefällt“, sagt Maik Langer. Sein Haus hätte sogar eine verkehrsberuhigende Wirkung: „Die Autos fahren langsamer vorbei, damit sich die Insassen sich alles anzuschauen können.“

Bis 6. Januar lässt die Familie die LED-Schläuche, Eiszapfen und Sterne hängen. In diesem Jahr hat Papa Maik den Abbau sogar unfreiwillig schon einmal geprobt: „Ich hatte am Haus schon alles angebracht – aber als die Warnung vor Orkantief Xaver kam, hab ich alles wieder abgebaut“, erinnert sich der Groß Grenzer. Die ungewohnte Dunkelheit des Hauses hat sogar für Gesprächsstoff gesorgt. „Mein Sohn hat mir am Tag danach in der Schulpause eine SMS geschickt, dass er im Bus gefragt worden wäre, warum wir keine Lichter angebracht haben“, sagt Maik Langer und lächelt. Er freut sich, wenn sich andere erfreuen – am bunten Weihnachtshaus.

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