Leinen los: Auslaufzone für Rostocks Hunde

Toben auf mehr als acht Hektar: Caps, der Diensthund von Forstamtsleiter Jörg Harmuth, findet die neue Auslaufzone super.
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Toben auf mehr als acht Hektar: Caps, der Diensthund von Forstamtsleiter Jörg Harmuth, findet die neue Auslaufzone super.

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20. Oktober 2013, 07:51 Uhr

Wiethagen | In einem Teil der Rostocker Heide heißt es künftig für Hundebesitzer: Leinen los! Im Revier Schnatermann in der Nähe von Jürgeshof wird momentan eine Freilaufzone eingerichtet, in der sich die Vierbeiner so richtig austoben können. Am kommenden Sonnabend, 26. Oktober, wird das Areal offiziell freigegeben. Zuvor steht allerdings um 10 Uhr die Pflanz-Aktion "Bürger für Bäume" auf dem Programm, bei der Freiwillige 200 Großbäume in die Erde bringen und damit die Rostocker Heide ein Stück weit verjüngen.

Bis zur Freigabe der Auslaufzone hält Revierförster Roger Kähler in dem mehr als acht Hektar großen Gelände noch einmal Ausschau nach Wild. Denn Ziel der neuen Auslaufzone ist es, dass sich Hunde einmal so richtig frei im Wald bewegen können, ohne dabei Rehe aufzuscheuchen, die dadurch unnötig Energie verlieren.

Die Auslaufzone ist sowohl mit dem Auto als auch mit dem Fahrrad gut zu erreichen, denn sie liegt direkt an der L 22. In der Mitte des Geländes wurden zwei Bänke für die Herrchen installiert und für die wasserliebenden Hunde gibt es einen kleinen Tümpel zum Baden. Zudem führt ein mehr als 1,2 Kilometer langer, begrünter Weg um das gesamte Gelände herum, der in regelmäßigen Abständen gemäht wird. "Die Auslaufzone bietet genug Platz, um sich auch aus dem Weg gehen zu können", sagt Forstamtsleiter Jörg Harmuth, der von der Idee seines Mitarbeiters, eine solche Zone einzurichten, begeistert ist. Immer wieder wurde Revierförster Roger Kähler von Hundehaltern angesprochen, wo sie denn ihre Vierbeiner einmal frei laufen lassen könnten. Denn generell herrscht im Wald Leinenpflicht, da die Hunde bodenbrütende Vögel und Niederwild stark beeinträchtigen. Eine geeignete Fläche für das Vorhaben wurde schnell gefunden. Erst 2006 wurde der Waldbereich bei Jürgeshof neu bepflanzt und zum Schutz der jungen Bäume komplett eingezäunt. Der Zaun bleibt nun ganz einfach stehen und an dem selbstschließenden Tor wird ein Schild mit Hinweisen für Hundehalter angebracht. Der Antrag auf Sondernutzung für das Gebiet soll nächste Woche durch sein.

Für die Hundehalter ist die neue Freilaufzone ein echter Gewinn. Jörg Rewitz vom Rostocker Hundesportverein sagt: "Die Freiräume für die Vierbeiner werden immer enger, daher ist so eine Freilaufzone eine gute Sache." Dennoch gebe es einige wichtige Punkte zu beachten. So sollten nur Hunde in die Freilaufzone gelassen werden, die sozial verträglich sind und zuverlässig auf ihre Besitzer hören. Dem stimmt auch Udo Kopernik vom Verband für das Deutsche Hundewesen zu. Er rät den Besitzern außerdem, ihre Vierbeiner nach Ausflügen in den Wald regelmäßig auf Parasiten zu kontrollieren. "Auch wenn Tollwut in Deutschland fast ausgestorben ist, sollten die Hunde dagegen geimpft werden", so Udo Kopernik.

Bäume pflanzen

Das Stadtforstamt und der Zoo starten am kommenden Sonnabend die dritte Baumpflanzaktion „Bürger für Bäume“ in der Rostocker Heide. Los geht es ab 10 Uhr im Revier Schnatermann. Der Treffpunkt befindet sich direkt an der Bäderstraße am Waldrand hinter der Ortschaft Jürgeshof. Mitzubringen sind ein Spaten und festes Schuhwerk. Auf 1,5 Hektar Land sollen rund 200 Großbäume wie Stieleichen, Rotbuchen und Winterlinden gepflanzt werden. Die Baumpflanzaktion geht bis 14 Uhr. Mitmachen kann jeder, der mit dem Spaten umgehen kann. Der Zoo sorgt darüber hinaus für kleine Mitmach-Aktionen am Rande.

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