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Norddeutsche Neueste Nachrichten

23. November 2017 | 17:57 Uhr

Lebensretter beziehen Hauptquartier

vom

svz.de von
erstellt am 18.Jul.2013 | 07:20 Uhr

Lütten Klein | Die Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft Rostock (DLRG) hat seit gestern ein neues Hauptquartier. Künftig konzentrieren die Wasserretter des Landes- und des Bezirksverbands ihre komplette Aus- und Fortbildung in der St.-Petersburger-Straße 39 in Lütten Klein. In diesem Zusammenhang wurden auch Unterkünfte für 15 Lehrgangsteilnehmer und zwei Dozenten geschaffen. Darüber hinaus dient der Komplex als Materiallager, unter anderem für den DLRG-Cup, der heute um 8 Uhr mit Teilnehmern aus ganz Deutschland am Strand von Warnemünde startet. Auch die drei Rostocker Rettungsboote und drei Einsatzfahrzeuge kommen hier unter.

"Wir haben 20 Jahre nach einem eigenen Heim gesucht", sagt Michael Jähnig, ehrenamtlicher Leiter des DLRG-Bezirks Rostock. Bislang mussten er und seine Mitarbeiter zwischen den verschiedenen Standorten in Gehlsdorf, Evershagen und Marienehe pendeln. Das ist jetzt vorbei. Lediglich ein Rettungsboot bleibt permanent einsatzbereit in Marienehe im Wasser. Und die Schwimm- und Rettungskurse dienstags in Gehlsdorf und sonntags in der Neptun-Schwimmhalle finden ebenfalls weiter an alter Wirkungsstätte statt.

Möglich gemacht hat das neue Zentrum die DLRG-Stiftung für Wassersicherheit. Sie hat das 6000 Quadratmeter große Grundstück samt leerstehender Kita und zwei Garagenkomplexen 2009 und 2010 für 600 000 Euro von der Stadt gekauft. Doch die Genehmigung für die Sanierung lag erst im September 2011 vor. "Hätten wir damals gewusst, was auf uns zukommt, hätten wir wohl die Finger davon gelassen", sagt Dr. Klaus Wilkens, Vorstand der DLRG-Stiftung für Wassersicherheit. "Das Gebäude wurde uns als teilsaniert verkauft, stehen geblieben sind nur die Wände." Heizungsanlage, Elektro- und Wasserleitungen - alles musste erneuert werden. Deswegen wurde das ganze Vorhaben mit 2,5 Millionen Euro auch deutlich teurer als veranschlagt. Finanzielle Unterstützung vom Staat gab es dennoch keine, kritisiert Wilkens.

Die DLRG nutzt nur das erste Stockwerk für sich selbst. Darüber wurden mehrere zwischen 140 und 170 Quadratmeter große Wohnungen eingerichtet, die schnell vergeben waren. Im Erdgeschoss stehen darüber hinaus fünf Gewerbeeinheiten zur Verfügung, die bereits weitgehend vermietet sind. Unter anderem hat sich das Deutsche Rote Kreuz mit einer Rettungswache hier niedergelassen. Auch eine Tierarztpraxis und ein Metallbauer zählen zu den Mietern. "Wir sind ein Haus für viele", sagt Jähnig. Auch andere Vereine sollen daher die Möglichkeit erhalten, die Schulungsräume zu nutzen.

Trotz aller Schwierigkeiten bei der Sanierung ist der Bezirksleiter froh über den neuen Sitz. "Er ist schön zentral gelegen", sagt er. Insbesondere für die Lehrgänge mit Teilnehmern aus ganz Deutschland sei es wichtig, dass mit der Nähe zum Lütten Kleiner Boulevard eine gute Abendunterhaltung sichergestellt ist.

Hintergrund:


DLRG in Rostock
Der Bezirk Rostock der Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) wurde 1991 als ehrenamtlich tätiger Verein gegründet. Eine seiner Hauptaufgaben besteht seitdem unverändert in der Ausbildung von Schwimmern und Rettungsschwimmern. Darüber hinaus sichern die 185 Mitglieder alle wassersportlichen Veranstaltungen in Rostock ab. Neben ihrem Wachdienst an den Stränden sind sie unter anderem auch bei der Hanse Sail, beim Warnowschwimmen oder bei Drachenbootrennen im Einsatz.
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