Handwerk : Leah sahnt den Titel ab

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Angehende Haar- und Make-up-Spezialistin wird Top-Azubi 2014

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04. November 2014, 10:00 Uhr

Sie ist jung, sie ist hübsch und seit gestern ist sie auch noch Top-Azubi 2014. Leah Möller aus Rostock wurde von den Handwerkskammern Ostmecklenburg-Vorpommern und Schwerin ausgezeichnet. Die 20-Jährige macht derzeit eine Ausbildung als Friseurin im Salon von Stefanie Ehrich in der Östlichen Altstadt. „Leah konnte die Jury durch ihre Persönlichkeit überzeugen. Sie ist ein Vorbild für unseren Wirtschaftsbereich“, sagt Ingo Nolting von der Handwerkskammer. Er saß mit in der Jury und weiß: „Ihr Gesamtauftritt hat einfach am meisten überzeugt.“

Für die Wahl zum Top-Azubi wurden in diesem Jahr mehr als 30 Bewerbungen eingereicht. Elf der Lehrlinge kamen in die engere Auswahl. Sie alle mussten sich vier Disziplinen stellen, bei denen Handwerks- und Allgemeinwissen abgefragt, aber auch die Schlagfertigkeit in Konfliktsituationen überprüft wurden. „Leah hat mit Abstand gewonnen“, so Nolting. Für die junge Frau selbst kam die Auszeichnung überraschend: „Damit hab ich nicht gerechnet, vielleicht mit Platz drei, aber nicht mit Platz eins.“ Immerhin war ihr Start in den Handwerksberuf alles andere als einfach. Als sie sich vor gut zweieinhalb Jahren entschied, Haar- und Make-up-Spezialistin zu werden, war ihre Familie zunächst alles andere als begeistert. Schließlich bestand Möller 2012 ihr Abitur am Christophorus-Gymnasium mit Bravour. „Meine Familie ist sehr erfolgsorientiert. Sie hat sich gewünscht, dass ich gleich studiere“, erzählt die junge Rostockerin. Das BWL-Studium will sie nachholen. „Ich möchte mein Abitur nutzen und noch einmal etwas für meinen Kopf machen“, so Leah Möller.

Wenn alles nach Plan läuft, will die 20-Jährige in ein paar Jahren einen eigenen Salon eröffnen. Bis dahin möchte sie als Freiberuflerin weitere Erfahrungen sammeln. „Mein Vater ist Fotograf. Gerade in den Sommermonaten begleitet er zahlreiche Hochzeiten. In diesem Jahr war ich für ihn im Einsatz, habe die Bräute frisiert und geschminkt. Das hat unglaublich viel Spaß gemacht.“ Auch 2015 will sie wieder dabei sein. Doch bevor es soweit ist, konzentriert sich Leah Möller noch einmal auf ihre Ausbildung.

Ihre schulischen Leistungen könnten nicht besser sein und auch im Praktischen befindet sich die Rostockerin auf der Überholspur. So nahm sie an diversen Weiterbildungen teil und hat schon ein Farbdiplom in der Tasche. „Als Friseur und Make-up-Artist braucht man ein Gespür für Ästhetik. Man muss die Trends verfolgen, darf in seiner Kreativität keinen Schritt zurückgehen“, so Leah Möller. „Das ist auch das, was ich an diesem Job so liebe: Er ist facettenreich und ich kann mich selbst verwirklichen.“

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