zur Navigation springen

Typhon Flashmob Warnemünde : Lautes Signal für laute Schiffe

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Neuesten Nachrichten

Mitglieder des Flashmobs „Rostock feiert“ verabschieden die „Aidamar“ und fordern Beibehalt der traditionellen Zeremonie

svz.de von
erstellt am 17.Jul.2016 | 21:00 Uhr

Bei der Verabschiedung der „Aidamar“ am Sonnabend wurde es laut an der Warnemünder Kaikante. Mit Hörnern, Fanfaren und allem, was ordentlich Krach macht, setzten die Mitglieder der Facebook-Gemeinschaft „Rostock feiert“ ein unüberhörbares Zeichen für den Erhalt der Erlaubnis zum Schiffstuten. Die ist zwar mittlerweile vom Hafenkapitän bestätigt – davon ließen sich die Teilnehmer des Flashmobs aber nicht abhalten.

Sie vertreten eine eindeutige Position: „Ich bin schlicht und einfach der Ansicht, dass das Hupen der Schiffe zu einem Küstenort dazugehört, wie das Salz in der Suppe“, sagt der Warnemünder Thoralf Dietrich. „Es wäre doch die beste Lösung, wenn sich die Leute einen anderen Wohnort suchen würden, wo es ruhiger zugeht“, äußerte sich auch Sieghart Nagorski zur Vermeidung weiterer Unannehmlichkeiten für Betroffene. Der 65-Jährige aus Schmarl hat wie viele andere Teilnehmer kein Verständnis für die Meckerei einiger genervter Anwohner. Zumal die ganze Zeremonie beim Auslaufen der Schiffe jeweils nur kurzzeitig abliefe und nicht stundenlang andauern würde.

Das Ehepaar Langner aus Greifswald kennt auch die andere Seite, die an Bord eines Kreuzfahrtschiffes: „Hier haben nicht nur die winkenden Zuschauer an der Kaimauer ihren Spaß, sondern auch für die Passagiere ist es ein sehr emotionaler Moment, wenn sie von so vielen Menschen verabschiedet werden“, sagt Heiko Langner. Letztendlich würde doch die gesamte Region vom Tourismus leben und das ginge nun mal nicht leise über die Bühne, so Langner. Wie das lautstarke Schiffstuten der schwimmenden Kleinstädte gehörten dazu auch das Kreischen der Möwen oder die vielen Veranstaltungen zur Unterhaltung der Gäste und Einheimischen. Dass das einigen Anwohnern sauer aufstößt, kann er nicht nachvollziehen.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen