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Benefizlauf für das Rostocker Polarium : Laufen mit Otto Eisbär für den Zoo

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Aus der Redaktion der Norddeutschen Neuesten Nachrichten

Für das geplante Polarium schwitzen gut 200 Sportler im Barnstorfer Wald und „erlaufen" eine Spendensumme in Höhe von rund 700 Euro.

svz.de von
erstellt am 29.Feb.2016 | 08:00 Uhr

Die Eisbären des Rostocker Zoos sollen so schnell wie möglich in ein schönes, neues Zuhause umziehen. Im geplanten arktischen Polarium sollen artgerechtere Bedingungen herrschen. Bei den Kosten des neuen Domizils in Höhe von zehn Millionen Euro läuft es auch den Planern eiskalt den Rücken herunter. Deshalb soll hier möglichst schnell mit Spenden nachgeholfen werden, um alle Beteiligten auf Wohlfühl-Temperaturen zu bringen. Mehr als 200 Läufer schwitzten am Sonnabend für die arktischen Tiere und ihre neue Heimat ordentlich.

Dritter Benefizlauf bringt gut 700 Euro ein

Ganz nach dem Motto – Taler mehren für die Bären – waren viele Kilometer durch den Wald zu bewältigen. „Die Teilnehmerzahl steigt kontinuierlich“, bemerkte Mitorganisatorin Susanne Schweder zufrieden nachdem sie einen Blick auf ihre Teilnehmerliste geworfen hatte. So kam dann am Ende der Veranstaltung auch eine stattliche Spendensumme in Höhe von rund 700 Euro für das Polarium zusammen. Der Benefizlauf ging am Wochenende bereits in die 3. Runde und die Organisatoren des Triathlon-Vereins TC Fiko freuten sich über die allgemeine Begeisterung bei dem Lauferlebnis durch den Barnstorfer Wald. Hier konnten zusätzlich 500 Euro Spenden für die Nachwuchsarbeit des Vereins mit sportlichem Ehrgeiz erwirtschaftet werden. Die Sportler kooperierten gemeinsam mit dem Rostocker Zoo, der es sich ebenfalls nicht nehmen ließ, ein eigenes Team auf die Beine zu stellen. Vorab war ein Startgeld von einem Euro je Streckenkilometer als Spende für alle Läufer fällig.

Es gab drei verschiedene Strecken von zweieinhalb, fünf und zehn Kilometern. Ganz emsige Tierfreunde nahmen sogar an Staffelläufen teil. Zum Bären-Marathon waren alle Altersgruppen willkommen. Eine Urkunde, frisches Obst und warmen Tee zur Stärkung gab es auch. Zoo-Maskottchen Otto Eisbär feuerte die Sportler für den guten Zweck mit dem Publikum an und wurde zum beliebtesten Fotomotiv des Tages. Während die einen das nützliche mit dem guten Zweck verbinden wollten, waren andere nur da, weil ihnen die derzeitigen Lebensbedingungen der Eisbären nicht reichen.

Heute entsprechen vor allem die Außenanlagen nicht mehr den Anforderungen an eine artgerechte Tierhaltung. Das weiß auch Zoo-Direktor Dr. Udo Nagel. Jetzt möchte er die Tundra nach Rostock holen und ein Besucherzentrum einrichten, das den arktischen Tieren und ihren Lebensbedingungen gewidmet werden soll. „Die Anlage soll in kleinerer Form an das Darwineum angelehnt werden“, so Nagel. Seit sechs Jahren wird bereits für das Projekt gespart. 2015 wurden insgesamt 45 000 Euro für die neue Bärenburg mobilisiert.

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