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Norddeutsche Neueste Nachrichten

18. Dezember 2017 | 14:03 Uhr

Markttreiben : Landwirtschaft mal anders

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Neuesten Nachrichten

Das zehnte Festival Bio-Erleben bietet einen Einblick in den ökologischen Anbau in Mecklenburg-Vorpommern.

svz.de von
erstellt am 01.Sep.2014 | 12:00 Uhr

Ein reges Treiben hat es gestern auf der Warnemünder Promenade gegeben. Denn dort wurde zum zehnten Mal der Landmarkt Bio-Erleben veranstaltet. Insgesamt 70 Aussteller gewährten einen Einblick in ihr Warensortiment und informierten über ökologische Landwirtschaft. Neben einer Kartoffelverkostung, einem Naturfriseur und diversen Ständen für Gemüse, Kräutern und Fleisch gab es auch ein buntes Programm.

Mit dem großen Biomarkt soll das Bewusstsein für Lebensmittel geschärft werden. „Wir möchten, dass sich die Menschen für gute Lebensmittel entscheiden“, sagt Nicole Knapstein vom Verein Landaktiv. Ein ökologisches Lebensmittel zeichnet sich durch eine ökologische Produktion, eine nicht industrielle Verarbeitung, Rücksicht auf Natur und Tier und genügend Zeit aus. „Wenn ein Produkt genügend Zeit hatte, um zu wachsen, egal ob Tier oder Pflanze, merkt man das vor allem im Geschmack“, erklärt die Geschäftsführerin des Vereins.

Da die Vereinten Nationen 2014 zum Jahr der familienbetrieblichen Landwirtschaft ernannt haben, spielten Familienbetriebe auch auf dem Markt Bio-Erleben eine große Rolle. „Für die Familien ist die Landwirtschaft der Lebensinhalt und nicht nur ein Job“, berichtet Knapstein.

Auf dem Markt waren neben großen Unternehmen auch Kleingewerbetreibende, wie Christian Thum. Er stellt in seiner Handweberei vor allem Tücher her. „Die Arbeit mit den Farben ist toll, fast meditativ“, schwärmt Thum. Für ihn sind natürliche Farben und eine artgerechte Tierhaltung die Grundlage für das Weben.

Zusätzlich zu dem vielfältigen Warenangebot erhielten die Besucher auch Informationen über die ökologische Landwirtschaft sowie zu verschiedenen Bioprodukten. Eingerahmt wurde der Markt von Auftritten der Susi-Koch-Band, dem Skaska Orchestra, Präsentationen von Sterne-Koch Tillmann Hahn und Vorführungen der Artisten vom Theater Liebreiz. Auch für die kleinen Gäste gab es viel zu bestaunen. Ob beim Bienen-Memory oder mit der Fühlbox – bei allem standen die Landwirtschaft beziehungsweise deren Ernteprodukte im Vordergrund. Ein Strandbauernhof mit Eseln und Gotlandschafen sowie einer Anleitungen zum Knotenmachen und Saatbomben basteln war für die Kinder sehr interessant. Dort konnten auch Kartoffeln selbst geerntet oder ein Seil hergestellt werden. Dabei erlernten die Lütten spielerisch, was Artenvielfalt ist.

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