Kultur MV : Landesmuseum für Archäologie soll nach Rostock

Arbeiten Hand in Hand an der inhaltlichen Ausrichtung des Landesmuseums, das in das Haus der Societät ziehen könnte (Hintergrund): Detlef Jantzen (l.) und Prof. Hans-Jörg Nüsse.
Arbeiten Hand in Hand an der inhaltlichen Ausrichtung des Landesmuseums, das in das Haus der Societät ziehen könnte (Hintergrund): Detlef Jantzen (l.) und Prof. Hans-Jörg Nüsse.

Societät ist Favorit, braucht aber Erweiterungsbau

svz.de von
23. Juni 2016, 21:00 Uhr

Das lange geplante Archäologische Landesmuseum ist am besten in Rostock aufgehoben. Zu diesem Ergebnis kommt ein von Kultusminister Mathias Brodkorb (SPD) beauftragtes Gutachten der Firma Museoconsult, das neun potenzielle Standorte im Land untersucht hat. Und nicht nur der Minister schließt sich dem Ergebnis an. Auch die Experten – der künftige wissenschaftliche Leiter der Einrichtung, Professor Hans-Jörg Nüsse, und Landesarchäologe Detlef Jantzen begrüßen die Empfehlung.

Neben der grundsätzlichen Frage, in welchem Ort das Museum stehen soll, wurde auch ein mögliches Gebäude dafür untersucht – das ehemalige Schifffahrtsmuseum in der August-Bebel-Straße 1, das derzeit die Societät Rostock maritim nutzt. Selbst wenn die Hansestadt, wie von Oberbürgermeister Roland Methling (parteilos) signalisiert, dem Land das Gebäude kostenlos zur Verfügung stellen würde, müssten rund 15 Millionen Euro in dessen denkmalgerechte Sanierung investiert werden.

Doch damit nicht genug – denn die rund 1350 Quadratmeter Ausstellungsfläche in der Societät reichen dem Gutachten zufolge definitiv nicht aus für ein Landesmuseum mit Dauerausstellung, Vortrags- und Tagungs- sowie Räumen für die pädagogische Arbeit, Shop und Café. Die Experten von Museoconsult schlagen deshalb einen Erweiterungsbau im Rosengarten vor, der rund sechs Millionen Euro kosten würde. Er könnte parallel zur Sanierung des Schifffahrtsmuseums als Kubus auf der Wiese direkt gegenüber des historischen Gebäudes errichtet und dann beide durch einen überirdischen Glasgang oder einen Tunnel verbunden werden. Und das Brodkorb zufolge noch in diesem Jahrzehnt.

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