schluss mit der buckelpiste : Land setzt sich für Tannenweg ein

Wie ein Flickenteppich sieht der stark in Mitleidenschaft gezogene Tannenweg in Rostock. Jetzt wird er  mithilfe des Landes saniert.
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Wie ein Flickenteppich sieht der stark in Mitleidenschaft gezogene Tannenweg in Rostock. Jetzt wird er mithilfe des Landes saniert.

Minister Christian Pegel (SPD) übergibt 914 800 Euro / Ausbau beginnt noch im August

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23. Juli 2015, 15:00 Uhr

Der Rostocker Tannenweg ist bei allen, die ihn täglich befahren, vor allem für eines bekannt: Schlaglöcher. Seit Jahren in desolatem Zustand wird die Straße, die aus Rostock heraus Richtung Klein Schwaß führt, nun saniert. Das Besondere: Da der zwei Kilometer lange Tannenweg als Kreisstraße DBR 12 noch 300 Meter in den Landkreis Rostock hineinführt, beteiligt dieser sich mit 628 000 Euro an der Sanierung. Für die Hansestadt schlägt die Maßnahme mit 1,5 Millionen Euro zu Buche. Durch Fördermittel in Höhe von insgesamt 914 800 Euro übernimmt das Land einen Großteil der Finanzierung des Gesamtprojektes.

Infrastrukturminister Christian Pegel (SPD) überreichte OB Roland Methling (parteilos) und dem stellvertretenden Landrat Dr. Wolfgang Kraatz (SPD) gestern ihre jeweiligen Zuwendungsbescheide. So wird die Stadt mit 548 000 Euro unterstützt, der Landkreis mit 366 800 Euro. „Diese Maßnahme macht die wunderbare Zusammenarbeit über die Stadtgrenzen hinaus deutlich“, so Pegel.

Für Bausenator Holger Matthäus (Grüne) ist das Projekt längst überfällig. Er sagt: „Wir haben fast 20 Jahre gebraucht, um das wirklich anzufassen.“ Die hohe Verkehrsauslastung und vor allem die Tatsache, dass die Straße viel von Schwerlasttransportern genutzt wird, mache die Bauarbeiten umso dringlicher.

Auch für den Landkreis ist der Tannenweg beziehungsweise die Kreisstraße von besonderer Bedeutung, wie Wolfgang Kraatz betont: „Sie ist allgemein als Entlastungsstrecke für die B 105 bekannt.“ Zudem würden viele Leute, die in Parkentin und Bartenshagen wohnen, in Rostock arbeiten und die Straße deswegen jeden Tag nutzen.

Die Bauarbeiten werden in drei Bauabschnitte aufgeteilt, die nacheinander abgearbeitet werden. Während die Straße an sich grundhaft ausgebaut wird, umfasst das Bauprojekt auch den Neubau eines Geh- und Radweges, die Einrichtung einer neuen Regenwasserkanalisation sowie neue Leitungen für Trink- und Schmutzwasser. Darüber hinaus soll eine mehr als 300 Meter lange Stützwand zur Bahntrasse errichtet werden, die parallel verläuft. Der erste Bauabschnitt soll noch im August begonnen werden, sodass er voraussichtlich im Juni nächsten Jahres fertig ist. Die anderen beiden Bauabschnitte schließen sich an.

Der Landkreis geht mit der Sanierung des Teilstückes an der Grenze zu Rostock den letzten von insgesamt fünf Bauabschnitten der Kreisstraße an. Die Maßnahme sei jedoch nur möglich geworden, weil der Kreistag sie im Januar dieses Jahres noch vor der offiziellen Konsolidierung des Haushaltes genehmigt hatte, so der stellvertretende Landrat.

Das Gesamtprojekt soll voraussichtlich im Juni 2018 abgeschlossen sein. „Wir freuen uns sehr, dass es jetzt mit der Maßnahme losgeht“, sagt Kraatz.

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