Land modernisiert die Alte Chirurgie

<strong>Patientenfreundlichere Arbeitsbedingungen</strong> in der Urologie: Karoline Kernig (Assistenzärztin, vorne) und Stationsärztin Dr. Katrin Hergenröther sind froh über die verbesserte Infrastruktur und die modernere Technik. <fotos>Georg Scharnweber</fotos>
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Patientenfreundlichere Arbeitsbedingungen in der Urologie: Karoline Kernig (Assistenzärztin, vorne) und Stationsärztin Dr. Katrin Hergenröther sind froh über die verbesserte Infrastruktur und die modernere Technik. Georg Scharnweber

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17. Januar 2013, 10:01 Uhr

Hansaviertel | Bei der Sanierung der Universitätsmedizin geht es voran. Der erste Bauabschnitt der Alten Chirurgie, der Nordflügel, auf dem Campus Schillingallee ist fertiggestellt - entstanden ist ein moderner Gebäudeteil mit neuem Hörsaal für 187 Studenten, Seminar- und Aufenthaltsräumen sowie Büros. Der ursprüngliche Haupteingang auf der Nordseite wurde wieder aufgewertet. Ungenutzte Anbauten wurden abgerissen, Dachstuhl und Dach des 1929 fertiggestellten Altbaus mussten erneuert werden. Historische Fenster und Türen wurden weitgehend erhalten.

"Hier mischt sich alte Architektur mit Neuem", sagt Prof. Dr. Peter Schuff-Werner, Kaufmännischer Vorstand der Universitätsmedizin. Durch den Bau verbessern sich die Arbeitsbedingungen der Ärzte und damit auch die Bedingungen für die Patienten, betont Universitäts-Rektor Prof. Dr. Wolfgang Schareck. "Es ist vor allem wichtig, dass die innere Struktur funktioniert, die äußere Hülle wird noch nachkommen", sagt er.

Von der Sanierung profitieren auch die Studenten. Das sei auch angebracht, erklärt Prof. Dr. Emil Reisinger, Ärztlicher Vorstand. Die Studentenzahlen hätten sich stark erhöht, lägen gerade bei 2000 jungen Menschen an der medizinischen Fakultät. Die jährlich rund 200 Absolventen würden häufig auch im Land bleiben und es so stärken. "Das Geld des Landesministeriums ist an der Universitätsmedizin Rostock gut investiert", sagt Reisinger.

Finanziert wurden die umfassenden Sanierungen mit 19 Millionen Euro vom Land. Geplant wurde der Bau im Auftrag des Betriebes für Bau und Liegenschaften (BBL) von Architekten der BGL und JLS Planungsgemeinschaft aus Schwerin. Der Umbau hat insgesamt etwas mehr als zwei Jahre gedauert. Es kam zu Verzögerungen. "Das, was bisher in den Bauabschnitten passiert ist, hätte besser laufen können und sicher auch etwas schneller", sagt die Finanzministerin des Landes Heike Polzin (SPD). So sollte auch schon ein nächster Bauabschnitt auf dem Gelände, der Neubau Zentrale Medizinische Funktionen (ZMF), 2013 fertig sein. Der Denkmal- und Artenschutz und auch statische Erwägungen seien jedoch für alle Bauvorhaben herausfordernd, sagt Polzin.

Die Kritik vom Landesrechnungshof an den Bauvorhaben greife so zwar. Polzin versteht sie aber eher als präventiv. Für zukünftige Bauabschnitte am Klinikum wolle sie jedoch reagieren - zusammen mit Universität und BBL. Im Frühjahr werden die Vorbereitungen für das ZMF beginnen. Die Maßnahmen auf dem Klinikgelände werden, wie 2008 beschlossen, mit insgesamt 138 Millionen Euro finanziert.

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