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23. November 2017 | 01:18 Uhr

Laage ist zurück am Drehkreuz

vom

svz.de von
erstellt am 13.Feb.2013 | 08:43 Uhr

Laage | Frankfurt, Kopenhagen, München - ab August startet der Flughafen Laage täglich mit einer Vielzahl an neuen Linienflügen durch. Das hat Airport-Chef Carsten Herget gestern im Wirtschaftsausschuss der Rostocker Bürgerschaft bestätigt. "Das bedeutet auch erheblich mehr Passagiere für uns", so Herget. Er rechnet im ersten Jahr mit 60 000 bis 70 000 Flugreisenden zusätzlich, im zweiten Jahr sogar mit einem Plus von 100 000. "Es werden drei Maschinen fest in Laage stationiert, zudem die zugehörigen Crews und ein Callcenter", sagt Herget.

Betreiber sei eine internationale Fluggesellschaft, die zu diesem Zweck eine eigene GmbH gründen und in Laage ansiedeln werde. "Am Anfang rechnen wir mit 30 bis 40 Arbeitsplätzen", so Herget. Die Zahl könne aber durchaus noch steigen, wenn die neuen Linien sich etabliert haben und angenommen werden. Derzeit arbeiten er und seine Mitarbeiter an einem neuen Buchungssystem, anschließend wollen sie eine Werbeoffensive starten.

Für das laufende Jahr visiert der Airport-Chef darüber hinaus ein Wachstum von 60 Prozent gegenüber dem vergangenen Jahr im Bereich der Charterflüge an - obwohl der bisherige Partner XL-Airways laut Herget vom Markt genommen wird. Die Entscheidung sei gestern gefallen. Allerdings stehe bereits eine Ersatzgesellschaft bereit, deren Maschinen zum Teil schon zu mehr als 50 Prozent ausgebucht seien. "Dadurch erwarten wir mehr Einnahmen und eine gesteigerte Attraktivität", so Herget. Laage muss allerdings auch einen Rückgang in den Passagierzahlen wieder wettmachen. Mit 204 000 Fluggästen in 2012 lag die Zahl um 19 000 geringer als 2011. Ein Defizit, das Herget auf eine mehrwöchige Sperrung der Bahnstrecke nach Berlin im vergangenen September zurückführt. In deren Folge hätten viele Charterunternehmen Rostock gemieden. "Der Einbruch war relativ drastisch, ohne die Sperrung hätten wir mehr Passagiere als im Vorjahr gehabt", sagt er. Immerhin seien die Zahlen zwischen März und Juli sowohl im Charter- als auch im Linienverkehr rekordverdächtig gestiegen.

Ganz anders dagegen der Frachtsektor. Der sei aktuell und auf absehbare Zeit so gut wie gar nicht vorhanden, so Herget. Zum einen habe die Post ihre Flüge gestrichen, zum anderen gebe es auch gar keine Frachthalle mehr. Denn die ist derzeit an das Pilot Training Network vermietet, das die Lufthansa-Piloten ausbildet. Die einzige Chance, in diesem Bereich wieder Zuwächse zu erzielen, liege in der Abfertigung militärischer Fracht. Die Bundeswehr wolle ihren 200 Mann starken Frachtzug von Brandenburg nach Laage verlegen, so Herget.

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