L 22 wird wieder zum Nadelöhr

<strong>Schwere Brummis</strong> haben der Rövershäger Chaussee zugesetzt. Sie soll jetzt  zwischen Gutenbergstraße und Dierkower Allee erneuert werden. <foto>georg scharnweber</foto>
Schwere Brummis haben der Rövershäger Chaussee zugesetzt. Sie soll jetzt zwischen Gutenbergstraße und Dierkower Allee erneuert werden. georg scharnweber

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22. Juni 2012, 07:56 Uhr

Dierkow | Der nächste große Stau auf der L 22 droht Rostockern und Urlaubern. Grund dafür sind die bevorstehenden Sanierungsarbeiten im Bereich Rövershäger Chaussee. Die Hansestadt Rostock plant, die Straße zwischen Gutenbergstraße und Dierkower Allee auf beiden Seiten zu erneuern. "Das ist dringend nötig, um die Sicherheit auf der Straße weiter zu gewährleisten", sagt Heiko Tiburtius, Leiter des Tief- und Hafenbauamts.

Denn seit der Wende sei dieses 550 Meter lange Stück der L 22 nicht mehr gemacht worden. Im Laufe der Zeit haben sich auf der stark befahrenen Straße tiefe Spurrinnen und erhebliche Verwerfungen gebildet. "Nach einem Regen steht da richtig das Wasser drin", sagt Tiburtius. Deshalb sollen nun im Schnitt acht Zentimeter der Asphaltschicht abgefräst werden und durch eine neue Deck- und Binderschicht ersetzt werden.

Baubeginn ist am Montag, 2. Juli. "Wir hoffen, dass in der Ferienzeit weniger Berufspendler unterwegs sein werden und somit die Einschränkungen nicht so gravierend ausfallen", sagt Tiburtius. Denn während der etwa vierwöchigen Bauzeit wird in jede Richtung nur noch eine Spur befahrbar sein. "Wir empfehlen daher, dass Autofahrer sich rechtzeitig darauf einstellen und alternative Routen suchen oder auf die öffentlichen Verkehrsmittel umsteigen", so der Tiefbauamtsleiter.

Knapp eine halbe Million Euro kostet die Erneuerung der Rövershäger Chaussee und weiterer dazugehöriger Straßenabschnitte. Auch 90 Meter der Alt Bartelsdorfer Straße sollen zwischen dem Knoten L 22 und der Zufahrt zu Grönfingers saniert werden. Außerdem soll die Alte Dorfstraße am Knotenpunkt der L 22 leicht verbreitert werden. "Die Tankstellen und Märkte bleiben aber während der ganzen Bauzeit über Provisorien erreichbar", sagt der Tiefbauamtsleiter.

Das Geld für die Fahrbahnerneuerungen steht aus dem so genannten Schlaglochprogramm bereit. Von den insgesamt 2,7 Millionen Euro, die die Hansestadt Rostock aus diesem Topf bekommt, werden sechs Maßnahmen umgesetzt. Dazu gehörten auch die Erneuerung der L 22 im Abschnitt Hamburger Straße, die Nordwest-Rampe am Kreuzungsbauwerk Lütten Klein und die Kreuzung Kabutzenhof. Im Herbst sollen außerdem noch die Marieneher Straße bis zum Schmarler Damm und die S-Kurve in Nienhagen folgen.

Stau Umfahren

Während der Bauarbeiten auf der Rövershäger Chaussee ist in jede Richtung nur eine Spur befahrbar. Das Tiefbauamt empfiehlt Alternativen:


  • über die A 19 und die A 20 südlich von Rostock
  • über die A 19 und denWarnowtunnel
  • das Umsteigen auf öffentliche Verkehrsmittel
  • Nicht zu empfehlen ist das Ausweichen über den Mühlendamm. Durch die Bauarbeiten an der Schleusenbrücke ist es hier ohnehin eng.
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