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Norddeutsche Neueste Nachrichten

22. November 2017 | 17:50 Uhr

Warnemünde : Kutter weichen für Stegsanierung

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Neuesten Nachrichten

Schiffer sind dankbar für die modernisierte Pieranlage. Einbußen durch ungünstig Liegeplätze befürchtet.

svz.de von
erstellt am 24.Okt.2014 | 10:30 Uhr

Andreas Päthe, Decksmann des Kutter „Hanno Günther“, steckt in den letzten Vorbereitungen. Dann kann der Umzug losgehen. Im Laufe des Wochenendes zieht sein Angelkutter zusammen mit zwei weiteren, der „Doberan“ und der „Chemnitz“ von der Roten Flotte, von der Westseite des Alten Stroms an die Mittelmole um. Auch die Fahrgastreederei Käppn’ Brass muss bis zum Frühjahr weichen, damit die Steganlage in dieser Zeit saniert werden kann. „Es erfolgt eine Erneuerung der Spundwand mit einer Stahlwandkonstruktion“, sagt Hafenkapitän Gisbert Ruhnke. Von Montag bis Ostern 2015 werden die Arbeiten dauern.

In dieser Zeit müssen sich die Fahrgastschiffe und Angelkutter mit ihrer Ausweichlösung zufrieden geben. Silvia Grahl von der Reederei Käppn’ Brass ist einerseits froh über die dringend notwendige Erneuerung der Steganlage. „Einige Holzdalben lösen sich und der Steg ist voll mit Grünspan“, sagt sie. Grahl ist sehr dankbar, dass die Erneuerung in die Tat umgesetzt wird: „Wir sind an der Sicherheit unserer Schiffe und unserer Gäste interessiert.“

Allerdings ist es für die Reederei ein herber Einschnitt, den 1a-Platz direkt neben der Bahnhofsbrücke vorübergehend aufgeben zu müssen. Gerade die Vertragspartner, darunter Hotels und Reisebüros, müssen über den neuen Standort informiert werden. „Wir ziehen zum Seehund um“, sagt Grahl. Dieses Wochenende bereiten ihre Kollegen alles für den Umzug vor, um dann ab Montag weiter nördlich am Strom Hafenrundfahrten anzubieten. Ein Hinweisschild am ursprünglichen Liegeplatz wird über den neuen Standort Auskunft geben. Allerdings befürchtet Silvia Grahl, dass die Besucher, die weniger gut zu Fuß sind, den längeren Weg nicht auf sich nehmen wollen.

Auch die Rote Flotte ist zwigespalten, was den notwendigen Umzug an die Mittelmole anbelangt. Decksmann Andreas Päthe sieht die Lage gelassen: „Für mich ändert sich nichts.“ Christine Kurowski von der Geschäftsstelle der Roten Flotte hat allerdings einige Bedenken. Weiter nördlich an der Mittelmole seien die Kutter an stürmischen Tagen den Wellen stärker ausgesetzt als an ihrem jetzt noch geschützten Liegeplatz. „Wir hoffen aber, dass wir weiterrücken dürfen, wenn die Segler ihre Boote ins Winterlager bringen“, sagt sie. Grundsätzlich soll die Angeltouristik aber über die Wintermonate fortgeführt werden. „Ein paar Hartgesottene kommen den ganzen Winter über, um Dorsch zu angeln“, so Kurowski. Gerade an den Sonnabenden seien die drei Kutter sehr gut gebucht.

In der vergangenen Wintersaison wurde bereits die nördliche Steganlage von Grund auf saniert. Mit der jetzigen Piererneuerung wird der letzte Bauabschnitt umgesetzt.

 

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