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Warnemünde : Kurtaxe: Stadt lässt Wohnmobile gratis stehen

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Neuesten Nachrichten

Es fehlen Duschen und Abfallstationen: Wegen schlechter Infrastruktur lässt sich die Stadt Einnahmen entgehen.

svz.de von
erstellt am 10.Feb.2015 | 18:00 Uhr

Bis zu 150 Wohnmobile stehen im Sommer täglich im Ostseebad. Hinsichtlich der Kurtaxe füllt diese Gruppe das Stadtsäckel um keinen Cent. Denn eine Nacht ist es für Wohnmobilfahrer erlaubt, kurtaxenfrei auf ausgewiesenen Parkplätzen wie Mittelmole und auf dem Parkplatz Mitte zu stehen. „Dafür wird keine Kurtaxe erhoben, da es sich um reine Stell- und Parkplätze handelt, die wenig touristische Infrastruktur bieten“, sagt Beate Hlawa von der Tourismuszentrale. Sie begründet den Verzicht: „Es fehlen sanitäre Einrichtungen wie Duschen oder Entsorgungsmöglichkeiten“, so Hlawa. „Voraussetzung, um dauerhaft von den Wohnmobilreisenden Kurtaxe erheben zu können, ist die Errichtung eines offiziellen Caravan-Stellplatzes, der spezielle Anforderungen erfüllt und eine entsprechende Infrastruktur für die Benutzer vorhält“, sagt sie. Gerade auf dem Parkplatz Mitte gibt es zum Entsorgen nur einen Fäkalientank, dessen unschöner Inhalt im Sommer durch die Behälterwand zu sehen ist. Auch in Bezug auf Toiletten ist dieser Platz kein Paradebeispiel für eine touristische Hochburg. „Die Einhaltung der Parkdauer wird seitens der Parkplatzbetreiber kontrolliert“, so Hlawa. Die Tourismuszentrale bedient sich eines externen Dienstleisters, der für den Wach- und Sicherheitsdienst auf dem Parkplatz zuständig ist. Auch dieses Beispiel zeigt, wie dringend Warnemünde einen Wohnmobilplatz benötigt.

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