Warnemünde : Kurortstatus soll sichtbar werden

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Diedrichshagen, Hohe Düne und Markgrafenheide wollen auch den Zusatz „Staatlich anerkanntes Seebad“ an ihren Schildern.

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04. März 2015, 07:00 Uhr

Gleiches Recht für alle – das fordern hinsichtlich des Kurortstatus Vertreter der betroffenen Ortsteile. Und jetzt auch Bausenator Holger Matthäus (Grüne). Er hat sich an Oberbürgermeister Roland Methling (parteilos) gewandt, um ihn über die fehlerhafte Umsetzung des gültigen Kurortstatus zu informieren. „Das sollte von Amts wegen geändert werden“, so Matthäus.

Seit das Sozialministerium 1996 den Kurortstatus an die Ortsteile Warnemünde, Diedrichshagen, Markgrafenheide und Hohe Düne vergeben hat, dürfen sie diesen besonderen Titel tragen. Im damaligen Bescheid wurde der Paragraf 12 als Begründung genannt.

Trotzdem führt die städtische Hauptsatzung nur Warnemünde als Seebad. Das hat zur Folge, dass der zum Ortseingangsschild gehörige Zusatz „Staatlich anerkanntes Seebad“ bisher den drei anderen Ortsteilen verwehrt wird. Und das soll möglichst bald behoben werden, fordern die Vertreter von Diedrichshagen, Hohe Düne und Markgrafenheide.

Auf der jüngsten Ortsbeiratssitzung der Heideorte kam das Thema ebenfalls zur Sprache. Ursprünglich wollten die Vertreter des ehrenamtlichen Bürgergremiums vom Heideort einen Antrag stellen. „Das haben wir nicht gemacht, weil Uwe Walter vom Hauptamt gesagt hat, dass eine Zertifizierung zum Thema vorliegt“, sagt Frank Niehusen (parteilos), Vorsitzender des Ortsbeirates von Markgrafenheide. Schon sein Vorgänger Jürgen Dudek (Rostocker Bund) hat sich dafür stark gemacht und eine Weile gab es so ein Schild sogar schon. „Dann wurde es uns wohl wieder weggenommen“, sagt Niehusen. Er plädiert auch dafür, schnellstmöglich die entsprechenden Ortsteile mit den begehrten Schildern auszurüsten. „Wenn schon Geld für die Zertifizierung ausgegeben wurde, dann sollte man es nach außen auch präsentieren“, so Niehusen. Und auch Senator Matthäus hat dazu eine klare Haltung: „Warum sollten wir uns nicht mit den Perlen schmücken, die wir rechtmäßig erworben haben?“

Aus touristischer Sicht wäre das begrüßenswert. Der Zusatz „Staatlich anerkanntes Seebad“ ist ein Qualitätssiegel für die damit betitelten Ortsteile.

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