Wettbewerb : Kunstpreis geht in finale Runde

Sie treten an: Wilfried Schröder...
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Sie treten an: Wilfried Schröder...

Die verbliebenen fünf Kandidaten stellen zusammen ihre Werke zum Thema Schwarz-Weiß-Fotografie aus

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24. November 2014, 17:00 Uhr

Die Finalisten stehen fest. Aus 69 Bewerbern für den Rostocker Kunstpreis 2014 hat die Jury ihre fünf Favoriten ausgewählt. In der Kunsthalle werden nun die Werke der Finalisten ausgestellt.

Im neunten Jahr der Ausschreibung ist das Thema dieses Mal die Schwarz-Weiß-Fotografie. „Dass es sich bei den Finalisten ausschließlich um Männer handelt, hängt vermutlich mit dem diesjährigen Thema zusammen“, sagt Prof. Wolfgang Methling, Vorsitzender der Kulturstiftung Rostock. Der von der Kulturstiftung initiierte Kunstpreis ist mit 10 000 Euro dotiert und wird durch die Unterstützung der Provinzial-Versicherung ermöglicht.

Bei der Ausstellungseröffnung am Sonnabend herrschte reges Interesse. Natürlich sind auch die Nominierten vor Ort. Der älteste von ihnen, Hans Pölkow, wollte die Möglichkeit, an der Ausschreibung teilzunehmen, nicht auslassen. „Ich werde bald 80, vielleicht ist es dieses Jahr die letzte Chance für mich, meine Werke zu zeigen“, erklärt er. Auf seinen Fotografien bildet Pölkow Menschen in ihrem charakteristischen Umfeld ab.

Bildhauer Wilfried Schröder, der bereits 2008 den Kunstpreis erhielt, wurde zufällig auf die Ausschreibung aufmerksam, sagt er. „Als ich las, dass das Thema Schwarz-Weiß-Fotografie sein sollte, habe ich sofort eine Auswahl an Fotos zusammengestellt und eingeschickt“, so Schröder. Seine Bilder zeigen Momentaufnahmen von jungen Menschen und zufälligen Situationen.

Ein besonderes Verfahren wendet Reinhard Münch für seine Werke an. Salzdrucke von Schloss und Park Ludwigslust sollen das Gefühl der Ursprünglichkeit abbilden, sagt Münch. „Der Salzdruck als ältestes Fotografieverfahren schafft es, den Betrachter der Bilder in eine andere Zeit zurückzuversetzen“, so Münch.

Thomas Sandberg aus Berlin erinnert sich gern an seine Kindheit in Ahrenshoop und hat deshalb eine Fotostrecke von Landschaften und Menschen der Region zusammengestellt. „Ich fotografiere schon immer in Schwarz-Weiß“, sagt er, „die Welt an sich ist ja schon bunt.“

Der fünfte Finalist, Heiko Krause, der mit Effekten von Licht und Schatten arbeitet, war aus gesundheitlichen Gründen leider nicht vor Ort.

Noch ist die Entscheidung über den Gewinner nicht gefallen. Am 13. Dezember findet die Preisverleihung in der Kunsthalle statt. Bis dahin dürfen Kandidaten wie Besucher der Ausstellung ihr eigenes Urteil fällen. Die Ausstellung kann noch bis zum 4. Januar besucht werden.

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