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Norddeutsche Neueste Nachrichten

24. November 2017 | 19:54 Uhr

Kultur : Kunstpreis für Klaus Walter

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Neuesten Nachrichten

Auf Rügen wirkender 51-jähriger Sachse überzeugt die Jury und lässt mehr als 80 Konkurrenten hinter sich

„Die Arbeit ist getan, jetzt kommt die Kür“, sagte Malerin Juliane Ebner am Sonnabend in der Kunsthalle. Die junge Künstlerin war eine der glücklichen Nominierten für den diesjährigen Rostocker Kunstpreis. Der wurde zum zehnten Mal in der Hansestadt, und dieses Jahr für das Genre Malerei, vergeben.

Eine zehnköpfige Jury hatte die Qual der Wahl unter den fünf nominierten Künstlern. Aus mehr als 80 Bewerbern hatten sie sich hervortun können. Neben Juliane Ebner qualifizierten sich Jörg Herold, Sonja Rolfs, Christiane Rusche und Klaus Walter. Fast alle thematisieren den Raum oder befinden sich in ihrer Ausführung im Grenzbereich der Malerei. Aber nur einer konnte gewinnen: Letztendlich überzeugte Klaus Walter die Jury. Der geborene Sachse mit Atelier auf Rügen malt konkrete Dinge. Der 51-Jährige sieht beispielsweise das Absurde im Alltäglichen oder das Schöne im Hässlichen. Er fügt Objekte und Licht zu Situationen. „Ich sehe Klaus Walter als einen sehr authentischen Künstler, der ein Werk von großer Poesie geschaffen hat“, sagte Laudator Dr. Ulrich Ptak.

Der Kunstpreises ist mit 10 000 Euro dotiert. Neben dem finanziellen Aspekt hat er auch einen beachtlichen immateriellen Wert für den geehrten Künstler und die Nominierten. Diese dürfen ihre Arbeiten noch bis 31. Januar in der Kunsthalle präsentieren. „Alle fünf Teilnehmer haben einen unterschiedlichen Stil und interessante Themen gewählt“, so der Vorsitzende der Kulturstiftung Rostock Prof. Dr. Wolfgang Methling. Dementsprechend soll die Jury erst nach zahlreichen Diskussionen eine Entscheidung getroffen haben. Ein Bild pro Aussteller kauft sogar die Hansestadt Rostock für die eigene Kunstsammlung auf.

Zum Festakt durften die Veranstalter auch Kultusminister des Landes Mathias Brodkorb (SPD) begrüßen. Der hatte für die kulturbegeisterten Rostocker eine Weihnachtsüberraschung dabei. Er verkündete die um 100 000 Euro aufgestockte Förderung für die Halle.

Des Weiteren gratulierten Dr. Michaela Selling vom Kulturamt und der Landesdirektor der Provinzial Versicherung als Förderer allen Teilnehmern für ihre Beiträge zur außergewöhnlichen Ausstellung ihrer Arbeiten.

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