rund um den uniplatz : Kunsthandwerk von Format

Zum 18. Mal organisiert Christiane Lamberz den Kunsthandwerkermarkt rund um Uniplatz und Klosterhof.
Zum 18. Mal organisiert Christiane Lamberz den Kunsthandwerkermarkt rund um Uniplatz und Klosterhof.

65 Marktteilnehmer bieten Keramik, Schmuck, Textiles und Schönes aus Glas, Holz und Papier

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19. August 2015, 08:00 Uhr

Der Markt Kunst-Formate will anders sein. „Der Begriff Kunsthandwerk wird heute inflationär gebraucht“, sagt Organisatorin Christiane Lamberz. Deutschlandweit, so schätzt die Keramikerin, gibt es gerade einmal 20 Kunsthandwerkermärkte, die diesen Namen verdienen. „Bei wirklich guten Märkten müssen sich die Teilnehmer bewerben“, erklärt sie. „Eine Jury wählt aus, wer mitmachen und sich präsentieren darf.“ Und dabei zähle als Kriterium einzig die Qualität der Arbeiten. „Manche Märkte nehmen jeden an – und das sieht man dann leider auch“, so Lamberz, die zusammen mit ihrem Mann Jochen die Galerie Klosterformat betreibt.

Für den Kunsthandwerkermarkt, der am Freitag und Sonnabend bereits zum 18. Mal rund um Universitätsplatz und Klosterhof gestaltet wird, haben sich mehr als 120 Gestalter beworben. 65 wurden ausgewählt. „Dabei ist uns Rotation wichtig“, sagt Lamberz. So sind auch in diesem Jahr wieder neue Gesichter dabei, zehn an der Zahl. „Wir wollen neuen Kollegen, der neuen Generation auch eine Chance geben“, so die in Sanitz lebende Keramikerin. Nichts sei schlimmer, als in jedem Jahr dasselbe zu präsentieren. „Obwohl es natürlich einen festen Kern von Teilnehmern gibt.“ Zu denjenigen, die erstmals dabei sind, gehört Frieda von de Kyrschen aus Rostock, die mit ihren Stadtkleidern normalerweise im Artquarium im Barnstorfer Weg anzutreffen ist. Die Kunsthandwerker kommen aus ganz Deutschland. Einen Schwerpunkt bilde neben den Teilnehmern aus der Region allerdings Mitteldeutschland, berichtet Lamberz.

Was sich bewährt hat, ist ein kleines Angebot von Mitmach-Gelegenheiten und Aktionen. Die Besucher können sich beim Korbflechten mit Ralf Eggert oder an der Töpferscheibe bei Rainer Finck ein Bild davon machen, wie Kunsthandwerker arbeiten. Außerdem gibt es für die Kinder und die größeren Verspielten bei Michael Wolf wie schon im vergangenen Jahr die Station Bausteinzeit, Grafiker Steffen Mühlhäuser hat selbst entwickelte Spiele dabei, die natürlich ausprobiert werden dürfen. Blues-Musik vom Leipziger Duo Malou erklingt im Klosterhof. Am Sonnabend um 15 Uhr gibt es darüber hinaus eine Modenschau. „In diesem Jahr sind sehr viele Textiler unter den Kunsthandwerkern“, begründet Lamberz. Zwar zeigen die Models italienische Mode und nicht die der Marktteilnehmer: „Wir fanden aber, dass es trotzdem eine schöne Ergänzung wäre“, sagt Lamberz.

Der Markt Formate ist Freitag und Sonnabend von 10 bis 18 Uhr auf dem Uniplatz und im Klosterhof geöffnet.

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