Kultur : Kunsthalle verbucht Rekordjahr

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Entgegen dem Trend: Während die meisten Museen in MV mit Besucherrückgang kämpfen mussten, verbuchte die Rostocker Kunsthalle ein Rekordergebnis.

svz.de von
24. Dezember 2013, 06:00 Uhr

Freud und Leid haben 2013 bei den Museen des Landes dicht beieinander gelegen. Während das Gros der Häuser mit einem wetterbedingten Besucherrückgang zu kämpfen hatte, konnte die Kunsthalle Rostock als Besuchermagnet punkten. Mit fast 60 000 Besuchern kann sie ein Rekordergebnis für sich verbuchen. Große Namen wie Katharina Sieverding und Steve Schapiro lockten. Besuchermagnete waren auch die Fotoausstellung „Traumfrauen/Traummänner“ und eine Schau zum Künstlerpaar Inge und Jo Jastram.

Anderenorts fällt das Fazit durchwachsen aus. Das schöne Wetter des Sommers hat vielen Museen die Bilanz getrübt. Den spektakulärsten Rückgang – um 100 000 Besucher – meldete das Ozeaneum. Aber auch Gästemagneten wie das Schweriner Schloss, das Müritzeum oder das Historisch-Technische Museum Peenemünde hatten weniger Zulauf. Die Gesamtrückschau des Landesmuseumsverbandes fällt trotzdem stattlich aus: Rund vier Millionen Besucher strömten in die 230 großen und kleineren Häuser, wie der Vorsitzende Dr. Steffen Stuth sagte. Die Zahl sei im Vergleich zum Vorjahr relativ stabil geblieben. Dazu trugen auch die Neueröffnungen bei. So zog das im August eröffnete Kunstmuseum Ahrenshoop bislang 22 000 Besucher an. Damit wurde das selbst gesteckte Ziel erreicht. Jährlich will der Betreiberverein 60 000 Kunstfreunde erreichen. Das Technische Landesmuseum Phantechnikum in Wismar erfüllte die eigenen Erwartungen hingegen im ersten Jahr nicht. Die Einrichtung zählte 47 000 Gäste, angepeilt waren 75 000.

Etwas weniger Besucher verzeichnete das Staatliche Museum Schwerin trotz mehrerer Höhepunkte. Bis Mitte Dezember kamen 230 000 Besucher in das Schweriner Galeriegebäude sowie die Schlösser in Schwerin, Ludwigslust und Güstrow. Im Vorjahr waren es 242 000. Das Historisch-Technische Museum Peenemünde meldet für 2013 rund 160 000 Besucher, 7000 weniger als 2012. Die Gästezahl im Müritzeum in Waren lag 2013 knapp unter 170 000, im Vorjahr knapp darüber.

Verbandschef Steffen Stuth fordert eine verlässliche Finanzierung der Museumslandschaft. Zu den Museen gehöre Personal, und in diesen Bereich müsse nachhaltig und berechenbar investiert werden, sagte er. In diesem Jahr sei das vielerorts schwierig gewesen, da die Förderbescheide des Landes erst im Juni gekommen seien.

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