Feliks Büttner in Rostock : Kunst schmückt neuen Wiro-Bau

Ein paar Pinselstriche sind noch notwendig – aber das neue Kunstwerk von Feliks Büttner wird auch erst am 13. September öffentlich präsentiert.
Foto:
1 von 2
Ein paar Pinselstriche sind noch notwendig – aber das neue Kunstwerk von Feliks Büttner wird auch erst am 13. September öffentlich präsentiert.

Künstler Feliks Büttner - Erfinder des Aida-Kussmunds - arbeitet an einem großen Bild für die Rostocker Firmenzentrale. Offizielle Einweihung für 13. September geplant

svz.de von
28. Juni 2016, 08:00 Uhr

Schiffe gleiten durch das Wasser, eine Möwe reißt den Schnabel auf, daneben Sonne, Häuser und Flaggen – „es ist ein bunter Bilderbogen, man kann bei jedem Betrachten etwas Neues entdecken“, sagt Feliks Büttner. Der 76-Jährige erschafft derzeit in seinem Atelier ein Kunstwerk im Auftrag der Wohnen in Rostock GmbH (Wiro). Auf einer rund drei mal drei Meter großen Leinwand „wird alles gezeigt, was Rostock ausmacht“, so der Künstler, dessen Werk im Eingangsbereich der Firmenzentrale hängen soll.

Zur Person: Der Künstler
  • Geboren: am 17. Mai 1940 als Helmut Feliks Büttner in Merseburg
  • Ausbildung: zwischen 1956 bis 1960 zum   Dekorateur und Plakatmaler in Zeitz, 1960 bis 61 Fachschule für Angewandte Kunst Heiligendamm, bis 1966 Theatergrafiker in Frankfurt /Oder und in Rostock; 1967 Aufnahme in den Verband Bildender Künstler der DDR
  • Werke: Plakatgestaltungen und Bühnenbilder, zahlreiche Preise, 1996 internationale Anerkennung mit der äußeren Gestaltung der Aida-Schiffe

Bezüglich der Gestaltung hatte Büttner völlig freie Hand. Die ersten Pinselstriche vollzog er aber unter den Augen der Auftraggeber – „als Live-Painting bei unserer Unternehmenskonferenz am 6. Juni“, berichtet Christian Urban. Der technische Geschäftsführer und einige Kollegen der Wiro haben sich sogar selbst auf dem Bild verewigt. Urban malte einen Kran. Und obwohl er seine eigenen Kunstfähigkeiten im direkten Vergleich mit Büttner als mäßig bezeichnet, ist er doch stolz auf seine kleine Mitarbeit am Werk. „Das werde ich noch meinen Enkeln zeigen“, so das Vorstandsmitglied.

Ebenfalls froh stimmt Urban, dass der Um- und Ausbau des Wiro-Hauptsitzes in der Innenstadt voll im Zeit- und Kostenplan liegt. Seit 1991 sitzt das Unternehmen in dem ehemaligen Bettenhaus. Im Sommer 2015 begannen Bauarbeiter damit, die Firmenzentrale an der Ecke Lange Straße/Kuhstraße nicht nur für die Mitarbeiter, sondern vor allem auch für die Kunden attraktiver zu gestalten – für 3,5 Millionen Euro. „Wir versuchen eigentlich, die Investitionen in die Gebäude, die wir nutzen, eher klein zu halten und investieren lieber in den Wohnungsbestand“, so Urban. Das aktuelle Bauvorhaben sei aber notwendig gewesen. „Es war die Voraussetzung, dass wir die Zentrale weiter nutzen können und uns nicht nach Alternativen umschauen müssen, also auch ein Bekenntnis zum Standort“, sagt der Geschäftsführer.

Hintergrund: Der Umbau
  • Beginn: im Juli 2015
  • Ende: für den 30. Juli avisiert. Im August stehen die Möblierung und der Umzug an. Für den 13. September ist die offizielle Einweihungsfeier geplant.
  • Investition: rund 3,5 Millionen Euro
  • Ziele: räumliche Bedingungen für Mitarbeiter und Kunden verbessern, Schaffung kleinerer Konferenzräume – auch für Versammlungen von Eigentümern, deren Wohnungen die Wiro verwaltet; Zusammenführung der Kundencenter an zentraler und in verkehrsgünstiger Lage

Ende Juli sollen die Arbeiten fertig sein. Dann ziehen die Mitarbeiter des Kundencenters Innenstadt, die für einen Bestand von 7000 Wohnungen zuständig sind, vom ersten Stock in den gläsernen Anbau im Erdgeschoss. „Dazu kommt – und das ist neu – das Kundencenter Vermietung, das während der Bauzeit in die Fischerstraße ausgelagert war und erste Anlaufstelle für alle Interessenten ist, die eine Wohnung suchen oder einen Mietvertrag unterschreiben wollen“, so Urban. Da der zentrale Eingang ebenfalls verlagert wurde und an der Ecke Lange Straße/Kuhstraße liegen wird, kann auch der Geschäftsführer künftig täglich an Büttners Kunstwerk vorbeigehen, an dem eben auch er einen kleinen Anteil hat.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen