Entscheidung : Kultur- und Theaterstiftung kommt

Bis 2018 soll das Volkstheater aus dem Großen Haus ausziehen können.
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Bis 2018 soll das Volkstheater aus dem Großen Haus ausziehen können.

Bürgerschaft stimmt der Gründung zu. Das Kapital soll vor allem für den Bau einer neuen Bühne eingesetzt werden

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07. März 2014, 11:00 Uhr

Grünes Licht für die Kultur- und Theaterstiftung: Die Bürgerschaft hat der Gründung auf ihrer Sitzung am Mittwoch zugestimmt. Dem Plan von Oberbürgermeister Roland Methling (parteilos) zufolge soll die Hansestadt bis 2016 schrittweise 17,25 Millionen Euro für den Neubau eines Theater- und Kulturgebäudes einzahlen.

Er setzt darauf, dass das Land diesen Betrag verdoppelt. Ihm zufolge habe es eine 50-prozentige Förderung – bis zu 20 Millionen Euro – zugesichert. „Jetzt ist die Landesregierung aufgefordert, klare Kante zu zeigen“, so Methling.

Die ersten 250 000 Euro für die Stiftung wurden bereits im städtischen Haushalt des vergangenen Jahres berücksichtigt. Sie werden über ein Darlehen finanziert und sind ausschließlich für den Theaterneubau vorgesehen. Noch einmal so viel gibt die Ostseesparkasse (Ospa) dazu. Ihr Geld fließt allerdings in das Grundstockvermögen. Mit den daraus erwirtschafteten Zinsen in Höhe von rund 5000 Euro im Jahr sollen freie Kulturträger und städtische Kultureinrichtungen wie Museen oder die Rostocker Kunsthalle unterstützt werden.

Das hatte die Ospa zur Bedingung für ihr Engagement gemacht. „Sie betont nach erneuter Rücksprache ihre Position als breit gefächerter Kulturförderer und steht für eine ausschließliche Förderung des Theaterneubaus als Stifter nicht zur Verfügung“, sagt Methling. Trotz der Einschränkung begrüßt das Stadtoberhaupt das Engagement der Bank. Es wiege die drei bis vier Prozent Zinsen, die Rostock für die Aufnahme des 250 000-Euro-Darlehens zahlen müsse, bei Weitem wieder auf.

Die mögliche Beteiligung weiterer Partner neben Ospa und Land, beispielsweise des umliegenden Landkreises oder aus der privaten Wirtschaft, ist einer der Vorzüge der Stiftung. Die Partner müssten sich allerdings vollständig den in der Satzung formulierten Zielen unterwerfen und hätten keinerlei Ansprüche auf Befugnisse im Kuratorium oder im Vorstand.

Im Kuratorium sollen unter anderem Martina Witte, Leiterin der Compagnie de Comédie, als Vertreterin der freien Kulturträger und Susanne Winnacker, Chefin der Hochschule für Musik und Theater, als Vertreterin der öffentlichen Kulturträger Platz nehmen. Für den Vorstand werden neben dem Oberbürgermeister und einem Vertreter der Ospa drei weitere Mitglieder durch die Bürgerschaft bestimmt.

„Bis die Formalien für die Gründung erledigt sind, wird es noch ein paar Wochen dauern“, sagt Methling. Er rechnet insgesamt mit 40 bis 60 Millionen Euro, die für den Neubau des Theater- und Kulturgebäudes fällig werden. In ihm könnte auch ein Museum mit aufgenommen werden.

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