Wimmelbild Warnemünde : Künstler experimentiert mit neuen Techniken

Im heiligsten Eckchen seines Arbeitszimmers experimentiert Künstler Hansi Parczyk jetzt mit Kreide.
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Im heiligsten Eckchen seines Arbeitszimmers experimentiert Künstler Hansi Parczyk jetzt mit Kreide.

Hansi Parczyk kreiert Frühlings-Wimmelbild vom Alten Strom und will von Gewohntem weg

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13. Januar 2016, 12:00 Uhr

Seine Wimmelbilder vom Ostseebad sind berühmt. Wie seine Art zu malen. Etliche Schilder hat der Warnemünder Hansi Parczyk geschnitzt und auf seine unverwechselbare Art in Farbe gekleidet. Dazu zählten die hölzernen Hinweisschilder vom Stromer, auch die von der inzwischen geschlossenen Lokalität Achterreeg in der Alexandrinenstraße, von der Pier 7 und der Seekiste. Fischlandbunt und romantisch fallen seine bemalten Schnitzereien aus, die zu den Besonderheiten im Ostseebad zählen und dort gern fotografiert werden wie die bemalte Klönbank am Alten Strom.

Die meisten Bilder von Hansi Parczyk enthalten viele Beobachtungen und feine Details aus dem Warnemünder Alltag. Außerdem fließt mit der Farbe stets etwas von der Seele und dem kindlichen Gemüt des zweifachen Großvaters ein.

Das ist besonders bei seinen Postkarten zu sehen. Gerade kürzlich hat er ein Wintermotiv in ein identisches Frühlingsmotiv adaptiert. „Eine Szene vom Alten Strom“, sagt er. Bis es in Warnemünde wieder den nächsten Weihnachtsmarkt gibt, soll die neue Karte gedruckt vorliegen. Denn mit seinen Arbeiten will er solche Veranstaltungen unterstützen. Aber er hat auch schon weitere wichtige Anliegen im Ostseebad. Parczyk tut es ohne viel Aufhebens, er will eigentlich darüber weder reden noch etwas lesen.

Und seit einiger Zeit hat er die Nadel seines künstlerischen Kompasses in eine andere Richtung geschwenkt. Er will bei seinen Arbeiten weg von diesen beliebten Wimmelbildern, auf denen es immer wieder etwas Neues zu entdecken gibt. Und auf denen sich wahre Personen aus dem Ostseebad in den Figuren, Details oder Namen wiederfinden. „Neuerdings probiere ich andere Techniken aus, ich experimentiere mit Materialien“, sagt er. Statt Pinsel greift er unter anderem zur Kreide, um die Schönheit der Küste festzuhalten oder Dinge auf Papier zu bannen, die in seiner Fantasie entstanden sind. „Ich male jetzt nur noch, was ich möchte und wozu ich früher kaum Zeit hatte“, sagt er.

Er ist längst in dem Alter, wo einem der Wert von Zeit bewusst ist. Und die will er nicht vergeuden. Denn mit den Jahren ist ihm die kindliche Neugier auf solche Experimente nicht verloren gegangen. In der Ecke seines Arbeitszimmers wimmelt es von Farben, Pinseln, Kreide und anderen Utensilien. Und meistens sitzt Parczyk über einer Arbeit, zu der es ihn zieht. Auch, wenn er kürzer treten und nur nach eigener Inspiration arbeiten möchte, der Alltag wird ihn zu der einen oder anderen Aufgabe motivieren. Ohne Zwang, einfach, weil Parczyk in seinen Bildern etwas erzählt und zu erzählen hat.

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