Volkstheater Rostock : Kümmritz: „Wir wollen in ein ruhiges Fahrwasser“

„Durch die Dinge, die hier liegen, wühlen wir uns durch“, sagt Joachim Kümmritz (l.). Seit 9 Uhr war er gestern im Volkstheater und führte Gespräche mit Sparten- und Abteilungsleitern. An seiner Seite: der möglicherweise künftige Schauspieldirektor Ralph Reichel.
„Durch die Dinge, die hier liegen, wühlen wir uns durch“, sagt Joachim Kümmritz (l.). Seit 9 Uhr war er gestern im Volkstheater und führte Gespräche mit Sparten- und Abteilungsleitern. An seiner Seite: der möglicherweise künftige Schauspieldirektor Ralph Reichel.

Neuer Intendant berät sich mit Spartenleitern. Ralph Reichel als Schauspieldirektor im Gespräch

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24. Juni 2016, 08:00 Uhr

Schlangestehen vor dem Intendanzbüro. „Wie war’s? Wie ist er denn so?“ – Einige Theatermitarbeiter konnten gestern schon ihren neuen Intendanten kennenlernen. Joachim Kümmritz hat sich einen ersten Eindruck vom Rostocker Volkstheater verschafft, von neun Uhr morgens an mit Spartenleitern gesprochen und den Spielplan gewälzt. „Es ist alles harte Arbeit“, sagt Kümmritz. Es sei höchst selten an deutschen Theatern, dass jemand in feste Planungen eingreifen und dabei eigene Akzente setzen muss. Genau das passiert gerade beim Rostocker Spielplan. Die Basis für diesen war unter der Leitung des kürzlich abberufenen Sewan Latchinian gelegt worden. Kümmritz setzt dort an.

An seiner Seite: Ralph Reichel, bekannt als Chefdramaturg des Mecklenburgischen Staatstheaters Schwerin und Mitbegründer des Aktionsbündnisses Kulturschutz. Er wird als neuer Schauspieldirektor gehandelt. „Wir wollen hier nicht tabula rasa machen, wir wollen das bald in ein ruhiges Fahrwasser bringen“, sagt Kümmritz. Schon heute werden die Vorstellungen für September und Oktober ausgeplant. Die Theaterabos für Premieren oder auch Konzerte müssen aber möglicherweise erst mal für ein halbes Jahr ausgelegt werden. „Es lässt sich nicht alles in drei Tagen regeln“, sagt der gebürtige Berliner. Erst Dienstag ist die Vollmacht für seine künstlerische Leitung ergangen. Seinen Vertrag bekommt Kümmritz, der auch in Neustrelitz gebunden ist, zum 1. August – wahrscheinlich auch als wirtschaftlicher Geschäftsführer. Der bisherige, Stefan Rosinski, wechselt Ende Juli nach Halle. Auch andere Mitarbeiter gehen. „Es sind dringend Stellen zu besetzen“, sagt Kümmritz: Opern-, Schauspieldirektor, im künstlerischen Betriebsbüro sei bald nur noch eine Mitarbeiterin. „Das geht nicht.“ Sein Lächeln ist ihm aber nicht vergangen. Von den Mitarbeitern habe er einen sehr guten Eindruck. „Das kann gut zusammen funktionieren“, sagt auch Reichel.

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