KTV bekommt 200 neue Bäume

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15. September 2012, 01:49 Uhr

Kröpeliner-Tor-Vorstadt | In der Kröpeliner-Tor-Vorstadt Bäume zu pflanzen, ist eine komplizierte Angelegenheit - und darum auch nicht ganz billig. Unter den engen Straßen und den schmalen Gehwegen liegt ein dichtes Netz an Versorgungsleitungen. "Normalerweise müssen Abstände von mindestens 2,50 Metern zwischen Baum und Leitung eingehalten werden", erklärt Kerstin Eisermann vom Amt für Stadtgrün. Wird es enger, müssen Schutzplatten her, die verhindern, dass sich die Wurzeln des Baumes in die Leitungen graben. Rund 1400 Euro werden so pro Baum fällig.

Kabelschutzplatten sind ein Muss

Trotz der erschwerten Bedingungen in der KTV, wie übrigens fast überall in der Rostocker Innenstadt, sollen die Straßenzüge des beliebten Wohnviertels mit Bäumen gesäumt werden. Im Ortsbeirat KTV stellte Eisermann daher die Pläne des Grünamtes vor, erläuterte detailliert, wo welche Bäume gepflanzt werden sollen. Mehr als 200 Exemplare sind es, die zu einem großen Teil noch in diesem Herbst in die Erde kommen sollen. In der Wismarschen Straße, Am Brink und in der Elisabethstraße sollen Linden gepflanzt werden. Sie ersetzen Bäume, die zuvor aus Krankheitsgründen gefällt werden mussten oder weil die Verkehrssicherheit nicht mehr gegeben war. Andere sollen einen Lückenschluss schaffen und so die Baumreihen an den Straßenrändern komplettieren.

Das größte Projekt in diesem Zusammenhang ist die geplante Begrünung zweier Straßenzüge. Allein hier sollen mehr als 190 Bäume gepflanzt werden. In den Genuss dieses frischen Grüns kommen die Budapester Straße und die Fritz-Reuter-Straße. "Der Leitungsbestand ist hier sehr dicht", berichtet Eisermann. Darum seien im Vorfeld genaue Abstimmungen mit den Stadtwerken sowie Eurawasser nötig gewesen. Am Ende sei ein Kompromiss gefunden worden. Ohne die entsprechenden Leitungsschutzplatten gehe hier aber nichts.

Rund 270 000 Euro für zwei ganze Straßenzüge

Für die Budapester Straße sind 103 ungarische Robinien vorgesehen. Zuvor müssen 21 alte Bäume gefällt werden. In der Fritz-Reuter-Straße, in der elf der bestehenden Bäume weichen müssen, sollen 88 schwedische Mehlbeeren in die Erde kommen. Insgesamt kostet die Maßnahme in der Budapester Straße 145 000 Euro. Darin enthalten sind unter anderem die Kosten für das Herstellen des Pflanzloches, den Baum, den Boden, die Schutzplatte. In der Fritz-Reuter-Straße sind 127 000 Euro für die Maßnahme veranschlagt. Das liege deutlich über dem im Haushalt dafür vorgesehenem Budget, sagt Eisermann. Darum soll zunächst nur die Budapester Straße ausgeschrieben werden, um einen Überblick über die anfallenden Kosten zu bekommen.

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