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Norddeutsche Neueste Nachrichten

17. August 2017 | 05:54 Uhr

Neptun-Werft-Gelände : Kristall-Bau in Planung

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Neuesten Nachrichten

Die WG Marienehe will ein Wohn- und Geschäftshaus errichten. Die Vision der Werftkristalle könnte Anfang 2016 Wirklichkeit werden.

Das ehemalige Neptun-Werftgelände ist gefragt. Die Wohnungsgenossenschaft Marienehe will in der Hellingstraße mit Nähe zum alten Kran ein mehrgeschossiges Wohn- und Geschäftshaus errichten. Anfang 2016 könnte es fertig werden.

Mit dem Bau beauftragt ist das Büro für Architektur und Tragwerkplanung Stratic. Das Team sei sich der exponierten Lage bewusst, sagt Geschäftsführer Stefan Kristoffersson: „Das Grundstück ist fantastisch.“ Deswegen wollen Bauherr und Planungsteam dort nicht nur ein schlichtes Mietshaus schaffen, sondern ein Gebäude, das die Geschichte des Standorts aufgreift. Sie nennen es Werftkristalle. Wie Kristalle sollen die Gebäudeteile aus dem Boden ragen, in ihrer Schrägheit an die Neigung des Krans erinnern, erklärt Kristoffersson. Denkmalpflegerische Aspekte fließen stark in die Planung mit ein, sagt er. Der Sichtbetonsockel des Gebäudes und die Pergola vor der Westfassade werden den Verlauf und die Höhenlage der ehemaligen Kranbahn markieren.

Das Gebäude soll 100,6 Meter lang, 29 Meter breit und 19 bis 22 Meter hoch werden. Das abschüssige Gelände bedingt die unterschiedlichen Höhen und damit sechs bis sieben Geschosse. Im Erdgeschoss soll ein Café entstehen. Ein Rostocker Gastronom ist in engen Absprachen mit dem Bauherren. In der dritten Etage werden zudem auf 390 Quadratmetern Verkaufsräume gebaut. 60 barrierefreie Mietwohnungen auf rund 4900 Quadratmetern sind für das Haus geplant. Erste Interessenten gibt es schon – darunter auch viele ältere Leute, sagt der Planer. In der Tiefgarage und im Außenbereich werden 115 Parkplätze geschaffen. Gemäß der Satzung der Stadt wird in entsprechender Größe auch ein Spielplatz eingerichtet – er wird aber mit der Option geplant, sich für benachbarte Bauvorhaben zu öffnen und gemeinsam ein größeres Gelände zu gestalten, sagt Kristoffersson. Die Außengestaltung wollen die Planer mit der Stadt und anderen Bauherren abstimmen – eine Art Uferkonzept schaffen, von der Begrünung bis zum Pflasterstein. Der Abstand vom Gebäude bis zum Wasser wird rund 16 Meter betragen. Die Kosten für den Bau liegen bei rund elf Millionen Euro.

Der Ortsbeirat KTV hat sich für den Bau ausgesprochen. Die endgültige Entscheidung trifft der Bau- und Planungsausschuss. Der Baustart ist für September 2014 angedacht. Kristoffersson rechnet mit anderthalb Jahren Bauzeit. Schon zuvor wolle die Neptunkran GmbH den Helling-Kran sanieren.

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