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Norddeutsche Neueste Nachrichten

13. Dezember 2017 | 10:19 Uhr

Rostock : Kriminalität sinkt auf Tiefstwert

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Neuesten Nachrichten

Polizei registriert 19 000 Straftaten im vergangenen Jahr. Die Aufklärungsquote ist in der Hansestadt schlechter als im Landes-Durchschnitt

Die Hansestadt wird sicherer: Die Zahl der registrierten Straftaten lag im vergangenen Jahr mit 19 059 erstmals unter der Grenze von 20 000, was gleichzeitig den niedrigsten Stand der vergangenen 20 Jahre darstellt. Wie die Polizeiinspektion Rostock gestern mitteilte, setzte sich damit der Trend eines kontinuierlichen Rückgangs registrierter Straftaten der vergangenen Jahre fort. Damit sei auch die Kriminalitätsbelastung gesunken, die in der so genannten Häufigkeitszahl angegeben wird.

Diese Zahl gibt das Verhältnis zwischen bekannt gewordenen Straftaten, berechnet auf 100 000 Einwohner, an. Sie sank von 10 081 Straftaten im Jahr 2012 auf nun 9358 Straftaten pro 100 000 Einwohner im Jahr 2013. „Vor dem Hintergrund einer stetig steigenden Einwohnerzahl ist der Rückgang der registrierten Straftaten und der damit verbundenen Kriminalitätsbelastung besonders bemerkenswert“, sagt Michael Ebert, Leiter der Polizeiinspektion Rostock.

Die Aufklärungsquote von 54,6 Prozent liegt seinen Angaben zufolge unter dem Vorjahresniveau (56,5 Prozent). Hier gelte es in den nächsten Jahren, durch Verbesserung in der kriminalpolizeilichen Sachbearbeitung die Aufklärung zu steigern und dem Landesdurchschnitt (58,3 Prozent) anzupassen.

Die polizeiliche Kriminalstatistik für Rostock zeigt, dass es erhebliche Rückgänge im Bereich der Diebstähle, bei den Vermögens- und Fälschungsdelikten sowie im Bereich der Straßenkriminalität gibt. Wie schon in den vergangenen Jahren ist die Zahl der Diebstähle (2013: 7042 Fälle/2012: 7317 Fälle) zwar stetig gesunken, dennoch stellt diese Straftatengruppe mit 36,9 Prozent immer noch den größten Anteil an der Gesamtkriminalität.

Während die Fälle des Diebstahls an und aus Autos ganz erheblich zurückgingen (2013: 926 Fälle/2012: 1180 Fälle), nehmen Wohnungseinbrüche zu. Hier ist ein Anstieg im Vergleich zum Vorjahr um 55 Fälle auf jetzt 229 zu verzeichnen.

Die Straßenkriminalität, die eine Vielzahl von Delikten zusammenfasst, die in der Öffentlichkeit, auf Straßen, Wegen und Plätzen begangen werden, wirkt sich maßgeblich auf das Sicherheitsempfinden aus. Neben Raubstraftaten und Körperverletzungen zählen hierzu auch Sachbeschädigungen wie Graffiti sowie ein Großteil der Straftaten rund um das Kraftfahrzeug.

Die Zahlen im Bereich der Straßenkriminalität sanken um 547 Fälle auf 4622 Fälle im Jahr 2013. Sie hat damit einen Anteil von 24,3 Prozent an der Gesamtkriminalität. Bezogen auf den Anteil an der Gesamtkriminalität nehmen die Vermögens- und Fälschungsdelikte mit einem Anteil von 23,7 Prozent ebenfalls einen großen Stellenwert ein (2012: 5120 Fälle/2013: 4525 Fälle). Die Fallzahlen bei Rohheitsdelikten wie Raub, gefährlichen und schweren Körperverletzungen gingen ebenfalls leicht zurück. Während die Rostocker Polizei im Jahr 2012 noch 481 gefährliche oder schwere Körperverletzungen bearbeitete, waren es im Folgejahr 459 vergleichbare Körperverletzungen (Aufklärungsquote: 79,1 Prozent). Ein leichter Anstieg hingegen ist bei den Raubstraftaten festzustellen. Lag hier die Zahl 2012 noch bei 170, wurden im Vorjahr 184 Raubstraftaten registriert. Dabei ist die Anzahl der Fälle von Handtaschenraub fast identisch (2012: 15 Fälle/2013: 14 Fälle). „Die Statistik stellt der Polizeiinspektion insgesamt ein gutes Zeugnis aus“, so Ebert. Damit diese Entwicklung anhält, setze die Polizei künftig noch stärker auf Prävention.

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