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18. Oktober 2017 | 00:34 Uhr

Kreuzliner bald am Nordic-Kai?

vom

svz.de von
erstellt am 11.Sep.2013 | 07:58 Uhr

Rostock | Bekommt Warnemünde bald den dringend benötigten vierten Kreuzfahrtanleger? Derzeit verhandelt die Stadt mit Nordic Yards über einen Ankauf der nördlichen Werftspitze. "Wir sind bereit, Teile zu verkaufen, wir haben momentan genug Fläche", sagt Nordic-Yards-Sprecher Stefan Sprunck.

Der neue Liegeplatz wird laut Götz Kreuzer (Linke), Aufsichtsratsvorsitzender der Hafen-Entwicklungsgesellschaft Rostock, dringend benötigt: "Wir stehen mit der Kreuzschifffahrt am Scheideweg, unsere Kaikanten sind ausgelastet." Ohne neue attraktive Kapazitäten jenseits des Überseehafens drohe ein Einbruch bei den Schiffsanläufen. "Wenn wir nicht zusätzliche Liegeplätze schaffen, werden wir die Kreuzschifffahrt verlieren", sagt auch Alexander Prechtel (CDU), Ortsbeiratsvorsitzender von Warnemünde.

Von Verlust kann bei Nordic Yards derzeit keine Rede sein. "Es gibt keine andere Werft in der Welt, die so eine gute Ausgangslage hat wie wir", sagt Sprunck. Grundlage des Erfolgs sei der Umstieg vom klassischen Schiffbau zum Spezialfertiger, unter anderem für die Offshore-Energie-Branche. Am kommenden Dienstag beispielsweise erfolgt die Docklegung eines Offshore-Serviceschiffes für den dänischen Anbieter DBB Jack-Up Services. "Diese Schiffe sind bis unters Dach mit Hightech ausgestattet", sagt Sprunck. Das 80 Meter lange Schiff kann sich dank seiner eingebauten Hubbeine selbst aus dem Wasser hieven und so eine stabile Arbeitsplattform bilden. Mit Hilfe dieser Technik und eines Krans ist es möglich, selbst bei rauer Witterung bis zu 500 Tonnen schwere Windradkomponenten in 100 Metern Höhe auszutauschen.

Absolute Weltspitze ist die Werft im Bau von Konverterplattformen für Offshore-Windparks. So schweißen die 1160 Mitarbeiter gerade an der weltweit größten Plattform "Sylwin alpha". Sie soll im Herbst 2014 den Probebetrieb vor Sylt aufnehmen.

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