Schule : Kreative Köpfe werden gefördert

Bei einem Schulprojekt entstand im letzten Jahr eine symbolische Nachbildung der Berliner Mauer. Til Kerwien, Charlotte Zwierz, Lehrerin Larissa Ritter und Hannah Ley zeigen sie den Besuchern.
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Bei einem Schulprojekt entstand im letzten Jahr eine symbolische Nachbildung der Berliner Mauer. Til Kerwien, Charlotte Zwierz, Lehrerin Larissa Ritter und Hannah Ley zeigen sie den Besuchern.

Die Kinderkunstakademie Rostock feiert eine Woche lang sein zehntes Schuljubiläum.

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23. September 2015, 08:00 Uhr

Vor genau zehn Jahren startete die Kinderkunstakademie Am Wasserturm mit nur einer Klasse ihren Schulbetrieb. Mittlerweile eröffnete ein zweiter Schulstandort in Rostock-Kassebohm mit Grundschule und weiterführendem Gymnasium. Anlass für den freien Träger, dem Institut Lernen und Leben (ILL), eine Festwoche für Kinder, Eltern und interessierte Besucher zu gestalten. „Die erfolgreiche Entwicklung erfüllt uns mit Stolz“, erklärt Schulleiterin Gabriele Schulz bei der Eröffnung der Veranstaltung.

Das Besondere am Bildungskonzept: „Im Vordergrund des Lernmodells steht die Inspiration des Kindes“, sagt Sergio Achilles, Geschäftsführer des ILL. Insbesondere werde „die individuelle Kreativität der Kinder geweckt und gefördert“, sagt der Rostocker weiter.

Jedes Schulhalbjahr werde hierzu ein Inspirationsthema ausgewählt, das fächer- und jahrgangsübergreifend behandelt wird. „Themen der Vergangenheit beschäftigten sich zum Beispiel mit dem Mittelalter oder dem Sonnensystem“, so Larissa Ritter, Stellvertretende Schulleiterin. Sie betonte, dass die zu vermittelnden Lerninhalte die Brücke zu dem jeweiligen Projekt schlagen.“ So auch beim Thema „Die Berliner Mauer“, bei dem die Schüler selbst eine Mauer auf dem Schulhof errichteten und diese dann symbolisch mit Graffitis verzierten. Dazu gab es geschichtliche Hintergründe in „entspannter und angstfreier Lernatmosphäre“. „Wir stehen in engem Kontakt mit einer Partnerschule in Herning (Dänemark), die uns insbesondere bei der inhaltlichen Ausgestaltung unseres Bildungsansatzes inspirierte“, berichtet Schulleiterin Schulz.

Allerdings ist der Weg auf die Kinderkunstakademie für Bewerber nicht leicht. „Für dieses Schuljahr gab es 117 Anmeldungen auf die 22 Plätze der ersten Klasse“, sagt Schulleiterin Schulz. Kinder, die bereits den trägereigenen Kindergarten besuchen, hätten aber Vorteile.

Wer sich selbst ein Bild vom Bildungskonzept machen möchte, ist morgen ab 10 Uhr eingeladen, den Unterricht zu erleben und mit Lehrern und Kindern ins Gespräch zu kommen.

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