zur Navigation springen
Norddeutsche Neueste Nachrichten

20. November 2017 | 13:09 Uhr

Kran hievt XXL-Schacht in Position

vom

svz.de von
erstellt am 26.Apr.2013 | 07:35 Uhr

Warnemünde | Statt auf die hölzernen Kutter am Alten Strom haben viele Fotografen und Passanten gestern bei diesigem Wetter ihre Kameras auf die Kirchenstraße gerichtet. Dort hatte ein Schwerlastkran eine knifflige Aufgabe zu lösen. Der Kranfahrer musste einen mehr als 26 Tonnen schweren Schieber-Schacht für den Hochwasserschutz an den Haken nehmen und an seinen entsprechenden Platz im knapp bemessenen Bauraum der Kirchenstraße hieven. Umgesetzt wird dieses Bauwerk von der Firma Asa-Bau, die in Warnemünde auch an anderen Stellen Arbeiten verrichten.

Zum grauen XXL-Betonteil für die Kirchenstraße gehören zwei große Schieber. Zum einen soll hier Regenwasser aufgefangen werden. Zum anderen ist angedacht, darauf oberirdisch eine Hochwasserschutzwand mit einem mobilen System zu errichten. "Dieser Schacht wird über das Staatliche Amt für Umwelt und Natur Mittleres Mecklenburg finanziert und im Auftrag der Eurawasser errichtet", erklärt Bauüberwacher Fabian Voll von Dorsch Consult. 250 000 Euro kostet der Bauabschnitt, dem eine akkurate Planung vorausgegangen ist. "Wir haben im Erdreich nicht viel Bauraum zur Verfügung", sagt Voll. Da ist Tüftelei vonnöten. So ein großes Teil zu verbauen, ist in diesem Areal der historischen Straße ein Novum und der erste Abschnitt des Hochwasserschutzsystems für Warnemünde. Mit Hilfe von Schiebern soll im Fall eines Hochwassers unterirdisch verhindert werden, dass das Wasser mitten in Warnemünde aus den Schächten gedrückt wird. Oben wird eine Hochwasserschine installiert, auf der mobile Schutzwände errichtet werden können. Sie bestehen aus Alu-Profilen und werden in unmittelbarer Nähe gelagert werden. Und damit diese möglichst nicht so zu sehen sind, werden sie fast unsichtbar in Bänke integriert, die später aufgestellt werden.

Weil am 1. Mai in Warnemünde das traditionelle Stromerwachen stattfindet, legen alle beteiligten Bauarbeiter noch einmal ordentlich an Tempo zu. "Wir wollen sehen, dass wir bis dahin so viel wie möglich im Erdreich schließen können und die Baufläche so klein wie möglich ist", kündigt Fabian Voll an. Das wollen sie heute, Montag und Dienstag noch erledigen. Der reine Kanalbau soll bis Ende Mai abgeschlossen werden. Und weil der Straßenbau immer erst im Anschluss nachrücken kann, wird sich dieses Vorhaben vielleicht bis Anfang Juni herauszögern, da etwas Zeit verloren gegangen ist. In der Saison wird mit solchen Arbeiten pausiert, im Herbst geht es dann weiter.

Übrigens: Weil die Mitglieder des Warnemünde-Vereins erfinderisch sind, haben sie sich mit dem Grünamt geeinigt, dass in diesem Jahr nicht die Bahnhofsbrücke, sondern die Bauzäune mit Mai-Grün geschmückt werden. So sollen diese ein bisschen ansprechender zum Fest aussehen. Zum Stromerwachen werden unzählige Gäste im Ostseebad erwartet, die das kulturelle Angebot miterleben wollen.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen