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Pole-Dance in Rostock : Kraft und Ausdauer von der Stange

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Neuesten Nachrichten

Neue Trendsportart in der Hansestadt: Stefanie Zelenski bietet im Tanzstudio Poledance an

von
erstellt am 27.Feb.2017 | 20:45 Uhr

Mit eleganten Bewegungen klettert Trainerin Mandy Heber die Poledance-Stange hinauf. Sie setzt sich an die silberne 45 Zentimeter dicke Stange und lässt sich dann nach hinten sinken. „Diese Figur nennt sich Layback“, erklärt Mandy Heber den anwesenden Frauen im Rostocker Tanzstudio.

Das Besondere am Poledance ist für Studio-Gründerin Stefanie Zelenski einfach: „Es ist eine spezielle Sportart, die Grazie hat und sinnlich, aber auch sportlich ist. Sie verbindet Fitness und Tanz.“ Deswegen ist es auch ein gutes Angebot für Frauen. „Wir sind unter uns und wir möchten weiblich Sport machen. Die Bewegungen sind ästhetisch und sinnlich anmutig. Akrobatik an der Pole sieht einfach toll aus und es kann jeder lernen“, schwärmt Stefanie Zelenski. In den Trainingseinheiten können bis zu 700 Kilokalorien verbraucht werden und es geht gezielt um gesunde Körperhaltung, Muskelaufbau und Ausdauer. Um die besten Trainingsresultate zu erzielen, gibt es verschiedene Gruppen: First Steps (Grundlagen), Anfänger, Fortgeschrittene und Profis.

Mandy Heber möchte ihrem Fortgeschrittenen-Kurs die nächste Figur zeigen. Während der 60-minütigen Einheit können bis zu fünf Übungen oder Figuren erlernt werden – insgesamt gibt es wohl mehr als 300, die auf verschiedene Weise miteinander kombiniert werden können. Der Kruzifix ist nun an der Reihe: Die Trainerin hievt sich zunächst mit einer eleganten Bewegung kopfüber an die Stange. Schlingt die Beine darum, lässt die Arme diagonal vom Körper wegstehen und geht ein wenig ins Hohlkreuz, hält die Figur und gleitet elegant von der Stange hinab.

Das Rostocker Studio in der Richard-Wagner-Straße besteht mittlerweile seit fast einem Jahr. In dem 310 Quadratmeter großen Studio mit zwei Trainingsräumen können jeweils bis zu neun Frauen gleichzeitig trainieren. Inhaberin Stefanie Zelenski begann aber schon viel früher mit dem Stangentanz. „Vor gut fünf Jahren habe ich mir gedacht, dass eventuell in Rostock jemand Lust auf diesen Sport hätte. In Hamburg, Berlin und Köln gibt es das schon lange“, erklärt die 35-Jährige.

Die ersten Versuche begannen eher klein: Mit zwei Stangen bot Stefanie Zelenski in einem Raum in Dierkow ein- bis zweimal im Monat eine Stunde Unterricht an. „Innerhalb der zurückliegenden fünf Jahre musste ich schon fünfmal meinen Standort ändern, weil wir uns immer weiter vergrößert haben“, sagt sie. Und die Begeisterung für diesen Sport scheint nicht abzureißen: Zurzeit sind es etwa 160 Teilnehmerinnen, die regelmäßig über Poledance Rostock direkt oder über den Hochschulsport der Universität Rostock einen Kurs belegen. „Damit hat sich unsere Mitgliederzahl innerhalb eines Jahres quasi verdoppelt“, so die Inhaberin.

Mandy Heber ist eine von acht Trainerinnen, die auch ihre persönlichen Stärken und Fähigkeiten mit einbringen. So trainiert Stefanie Zelenksi selbst gerne den Exotic Style, Mandy Heber hat sich vor allem dem Pole-Fitness verschrieben, aber auch ausgefallene Varianten wie der Russian Style oder Doubles (zwei Menschen an einer Stange) werden angeboten. Denn das Image des Poledance hat sich in den vergangenen Jahren verändert. „Das merkt man auch in Mecklenburg-Vorpommern. Es ist eine Sportart und Tanzrichtung – und kein Schmuddelkram aus einem Stripclub“, erklärt Stefanie Zelenski.


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