Rostock : Kosten für Feuerwache explodieren

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Umbau in Rostocker Südstadt für 60 statt 19 Millionen

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31. Januar 2018, 05:00 Uhr

Ausbau und Sanierung der Feuerwache in der Rostocker Südstadt werden deutlich teurer, als ursprünglich veranschlagt. Waren 2014 noch 19 Millionen Euro für das Projekt eingeplant, sind es jetzt rund 60 Millionen. Und statt den Umbau 2020 abzuschließen, soll er nun erst in dem Jahr beginnen und bis 2029 andauern. Die lange Bauzeit ist der Einsatzfähigkeit der Berufsfeuerwehr geschuldet, die sichergestellt sein muss. „Es besteht akuter Handlungsbedarf. Doch eine komplette Entkernung bei laufendem Betrieb ist unmöglich“, sagt Siegrid Hecht, Chefin des Eigenbetriebs Kommunale Objektbewirtschaftung und -entwicklung (KOE).

Neben Berufsfeuerwehr, Leitstelle und Rettungsdienst sollen auch die Freiwillige Feuerwehr (FFW) Stadtmitte, Einheiten des Katastrophenschutzes und die DRK-Rettungswagen aus der Augustenstraße an den Standort ziehen. „Realistisch umsetzbar ist die Sanierung nur, wenn die Maßnahmen in verschiedenen Bauabschnitten durchgeführt werden“, so Hecht. Insgesamt sind fünf Schritte vorgesehen. Den Auftakt macht der Erweiterungsbau der Berufsfeuerwehr, in den Leitstelle, neue Werkstätten und das Katastrophenschutzlager ziehen. „Die Leitstelle wird durch diese Maßnahmen zur modernsten des Landes“, sagt Johann Edelmann, Leiter des Brandschutz- und Rettungsamtes. Anschließend folgen der Bau der Rettungswache sowie in den Schritten drei und vier die Gebäude für die FFW Stadtmitte und den Katastrophenschutz. Erst danach kann die Sanierung der alten Wache starten.

Sie wurde 1983 in Betrieb genommen und seitdem nie modernisiert – trotz gestiegener Anforderungen. Unter anderem war sie nie für die Rettungswagen ausgelegt, die mittlerweile ebenfalls mit Berufsfeuerwehrleuten besetzt sind. Auch Arbeitsschutz und Technik haben sich in den vergangenen 35 Jahren stark verändert.

Finanzsenator Chris Müller-von Wrycz Rekowski (SPD) ist trotz der hohen Kosten von dem Umbau überzeugt: „Jeder in die Feuerwehr investierte Euro zahlt sich aus – die Einsatzkräfte sind täglich, rund um die Uhr, für uns im Einsatz“, sagt er. Nach Abschluss der Arbeiten verfüge Rostock über einen „für Mecklenburg-Vorpommern einzigartigen Komplex für Rettungsdienst, Brand- und Katastrophenschutz“, so Müller-von Wrycz Rekowski. Die Erneuerung der übrigen Hardware, beispielsweise der Löschfahrzeuge, sei bereits in den vergangenen Jahren angelaufen.

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