Korvetten-Geschwader ist komplett

<strong>Die  'Ludwigshafen am Rhein' </strong>vervollständigt das Korvetten-Geschwader am Stützpunkt Hohe Düne. Konteradmiral Michael Mollenhauer, Staatssekretär Stéphane Beemelmans und Kapitän zur See Peter Görg (von rechts)  bei der Indienststellung.  <foto>Geos</foto>
Die "Ludwigshafen am Rhein" vervollständigt das Korvetten-Geschwader am Stützpunkt Hohe Düne. Konteradmiral Michael Mollenhauer, Staatssekretär Stéphane Beemelmans und Kapitän zur See Peter Görg (von rechts) bei der Indienststellung. Geos

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21. März 2013, 07:26 Uhr

Hohe Düne | Die Pannenserie der Deutschen Marine hat ein Ende - gestern ist die Korvette "Ludwigshafen am Rhein" vom Typ Klasse 130 am Marine-Stützpunkt Hohe Düne nach sechs Jahren Probephase in Dienst gestellt worden. Somit ist das erste Korvetten-Geschwader, das außer aus der "Braunschweig", "Magdeburg", "Oldenburg" und "Erfurt" besteht, komplett.

Ursprünglich sollte die Korvette bereits 2009 in Dienst gestellt werden. "Nach einem raschen Baubeginn und Baufortschritt brauchte es mehr Zeit als geplant", sagt Stéphane Beemelmans, Staatssekretär aus dem Verteidigungsministerium. Durch Mängel an der Kupplungsanlage, die während der Werfterprobung auftraten, verzögerte sich die Auslieferung an die Deutsche Marine. Bei einer weiteren Probefahrt verlor das Schiff im Juni 2012 einen Anker vor Wilhelmshaven. Einen Monat später trat auch noch giftiges Formaldehyd aus dem Maschinenraum aus.

Letzte Probefahrt führte über den Atlantik

Nach all diesen Pannen ist die Korvette der "Braunschweig"-Klasse nun fit für Auslandseinsätze auf hoher See und in Küstennähe. "Vor fünf Tagen kam die Korvette von ihrer letzten Erprobungsfahrt aus Brasilien zurück. Sie hat ihre See-Ausdauer bewiesen und ihren vollen operativen Umfang erreicht", sagt Konteradmiral Michael Mollenhauer.

Eine Reichweite von bis zu 4000 Meilen habe die "Ludwigshafen am Rhein" und könne mit Unterstützung eines Tenders bis zu drei Wochen auf See bleiben. Mit 58 Mann sei die Besatzung der Korvette im Vergleich zu anderen Marineschiffen klein, so Mollenhauer. "Somit beweist die ,Ludwigshafen am Rhein’ einen enormen Automatisierungsgrad an Bord", ergänzt der Konteradmiral.

Die Korvette wurde am 26. September 2007 auf der Lürssen-Werft in Bremen getauft. Sie ist 89 Meter lang, 13 Meter breit und erreicht eine Geschwindigkeit von bis zu 26 Knoten. Vor allem für Überwachungsaufgaben und Schutzoperationen in Küstengebieten ist die Korvette konzipiert worden. Dafür ist das Marineschiff mit dem Flugkörper RBS 15 ausgestattet. Das ist eine punktgenaue Rakete der modernsten Technik, der erstmals bei der Deutschen Marine zum Einsatz kommt.

"In wenigen Wochen werden wir den Flugkörper, der eine Reichweite von bis zu 200 Kilometern hat, erproben", so Konteradmiral Mollenhauer. Auch Staatssekretär Beemelmans ist von der Technik überzeugt: "Es ist ein herausragendes, hochleistungsfähiges Waffensystem." Fregattenkapitän Lars Hirland hat das Kommando an Bord der Korvette. Er ist bereits seit 2010 militärischer Schiffsführer der "Ludwigshafen am Rhein" und hat die letzten Testfahrten miterlebt. Unterstützt wird das Korvetten-Geschwader künftig von drei Landeinheiten mit insgesamt 560 Männern und Frauen. Das Heeresmusikkorps Neubrandenburg hat die gestrige Indienststellung begleitet.

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