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19. November 2017 | 13:36 Uhr

Korvette "Erfurt" in Dienst gestellt

vom

svz.de von
erstellt am 28.Feb.2013 | 08:40 Uhr

Hohe Düne | Im Marinestützpunkt Warnemünde ist gestern die Korvette "Erfurt" mit einer militärischen Zeremonie in Dienst gestellt worden. Sie reiht sich damit in die Familie der Korvetten neben die Schwesterschiffe "Braunschweig", "Magdeburg" und "Oldenburg" ein. Letzteres ist erst kürzlich eingeweiht worden. Als fünftes und damit letztes Schiff dieser Klasse folgt am 21. März die "Ludwigshafen". Das kündigte Konteradmiral Michael Mollenhauer an. Das dritte Schwesterschiff hat gerade ihre Warmwasser-Erprobung in Brasilien erfolgreich hinter sich gebracht.

Schiff sorgt für Sicherheit auf Seewegen

Zu dieser feierlichen militärischen Zeremonie der Indienststellung der "Erfurt" sind mehr als 100 Gäste der Partnerstadt Erfurt gekommen. Darunter Oberbürgermeister Andreas Bausewein und seine Frau Sysann, die gleichzeitig die Taufpatin des Schiffes ist. Unter den Gästen weilten auch Günter und Heide Hempel von der Marinekameradschaft Erfurt, die ebenfalls mit etlichen Mitgliedern an die Ostsee gekommen war. "Wir haben alles von der Kiellegung bis zur Indienststellung verfolgt", sagt Hempel. Er berichtet, dass es eine Partnerschaft zwischen der Stadt und der Besatzung gibt. Die Crew unterstützt ein Heim für Kinder, Jugendliche und junge Mütter.

"Diese Schiffe sind - bis auf Eisregionen - weltweit einsetzbar", so Mollenhauer, Abteilungsleiter Einsatz. Diese Korvetten haben den Vorteil, dass sie sehr gut manövrierfähig und mit einer effektiven Anzahl an Besatzungsmitgliedern im Einsatz sind. Insbesondere durch die hohe Automatisation sind diese Korvetten ein Novum der Deutschen Marine. Sie können bis zu 21 Tagen auf See bleiben, ohne einen Hafen anzulaufen. Auf die sicherheitspolitische Bedeutung wies Staatssekretär Rüdiger Wolf hin. "Es geht auch darum, mit diesen Schiffen die Seewege zu sichern und Piraterie zu unterbinden", sagte er. Weil die Besatzung oft sehr lange im Einsatz ist, müssen die Familien der Soldaten in der Abwesenheit größere Belastungen hinnehmen. Dafür dankte er.

Kommandant ist jetzt Björn Weyer

Kommandant des Schiffes ist Fregattenkapitän Björn Weyer. Er war bereits ein Jahr Schiffsführer der "Erfurt". Aber er darf sich erst nach der Indiensstellung Kommandant nennen. Nach der Ausbildung steht die Besatzung jetzt für den Einsatz in ausländischen Gewässern bereit. Die Korvetten agieren weltweit in Krisenregionen. Einige waren im Einsatz, um den Waffenschmuggel vor der libanesischen Küste zu unterbinden.

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