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Konzertraum, Innenhof und Café: Pläne fürs Jaz fertig

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erstellt am 20.Apr.2012 | 10:43 Uhr

Stadtmitte | Genug Platz für Werkstätten, Jugendclub, Konzerte und ein ausreichender Lärmschutz: Die Pläne für den Neubau des Jugendalternativzentrums (Jaz) in der Lindenstraße stehen. Christian Blauel vom Architekturbüro Matrix und Sigrid Hecht, Chefin des Kommunalen Eigenbetriebs für Objektbewirtschaftung und -entwicklung (KOE) als Bauherr, stellten sie dem Ortsbeirat Stadtmitte jetzt vor.

"Eine Grundidee ist es, dass so viel wie möglich vom entstehenden Lärm durch das Gebäude selbst abgeschirmt wird", sagt der Architekt Blauel. Deshalb habe er ein Gebäude in U-Form entworfen. Darin sollen die offene Kinder- und Jugendarbeit, Seminarräume, Werkstätten für Fahrräder oder Computer und die Cafeteria untergebracht werden. Die Fenster sind alle auf die Innenseite des Gebäudes ausgerichtet. In der Mitte entsteht so ein Hof. An einem Ende des Baus wird ein großzügiger Raum gebaut, in dem vor allem die Konzerte stattfinden sollen. Hier sorgen Stahlbetonwände und -decken dafür, dass kein Ton nach außen dringen kann. Fenster gibt es nicht. Der Luftaustausch wird durch ein Be- und Entlüftungsanlage sichergestellt. "So können wir die notwendigen Emissionswerte einhalten", sagt die KOE-Chefin Hecht. In der Vergangenheit hatte es immer wieder Streit mit Anwohnern gegeben, die sich durch laute Musik aus dem Jugendclub belästigt fühlten. Die dünnen Wände der ehemaligen Baracke konnten die Bässe nicht ausreichend dämpfen.

Knapp 2,5 Millionen Euro soll der Neubau jetzt kosten. Für die Fassadengestaltung setzt der Architekt auf die Kreativität von Jugendlichen. "Der Konzertraum bekommt eine einfache Sichtbetonoberfläche. Graffiti ist dabei bewusst als Gestaltungselement vorgesehen", sagt Blauel, der außerdem ein energiesparendes thermisches Konzept ausgearbeitet hat.

Das neue Gebäude auf dem Grundstück der Lindenstraße 3b soll fast an der selben Stelle stehen wie der Vorgängerbau. Der soll ab Mai abgerissen werden. "Parallel dazu läuft der Bauantrag für den Neubau", erläutert Hecht. Sie hofft, dass der Bau im September oder Oktober dieses Jahres beginnt. "Dann könnten wir noch vor dem Winter die Bodenplatte fertigstellen", sagt sie. Mit dem Bauende sei frühestens 2014 zu rechnen. Der Ortsbeirat stimmte den Plänen mit großer Mehrheit zu.

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