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Norddeutsche Neueste Nachrichten

21. Oktober 2017 | 14:19 Uhr

Benefiz : Konzertgenuss inmitten des Zoos

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Neuesten Nachrichten

Die 16. Klassiknacht bewegt sich „Von Pol zu Pol“. Die Philharmoniker und die Besucher trotzen Regengüssen. Dirigent Peter Leonard wird Tierpate.

Die Pinguine waren etwas verdutzt, als sich 3022 Menschen an ihnen vorbei auf den Festplatz des Rostocker Zoos schoben. Dort fand gestern die 16. Klassiknacht statt. Für richtiges Entertainment sorgte zu Beginn schon Zoo-Direktor Udo Nagel, der das Programm mit einer Fahrt auf dem Traumschiff verglich – „Von Pol zu Pol“. So lautete auch der Titel des gestrigen Programms. Zwischen den Polen bewegte sich die musikalische Reise mit dem von Nagel vorm geistigen Auge erschaffenen Traumschiff. Zu Fuß würde die auch schlichtweg zu lange dauern, befand Nagel – vier Jahre, das müsse nicht sein.

Im Zoo sollen sich die Pole bis 2016 begegnen – im Polarium. 40 000 Euro, der Erlös der 16. Klassiknacht, werden in das Projekt, die artgerechte Erlebniswelt mit Eisbären und Pinguine, fließen – ein guter Anlass für Peter Leonards letzten Einsatz als Dirigent der Norddeutschen Philharmonie bei einer Zoo-Klassiknacht. Der Intendant verlässt das Volkstheater mit dem Ende der Spielzeit.

Die musikalische Reise ließ er mit einem Vorspiel beginnen – mit Wagners „Die Meistersinger von Nürnberg“. Beim „Fluch der Karibik“ von Klaus Badelt als letztem Stück vor der Pause, breiteten nicht nur die Pelikane von der Musik mitgerissen die Flügel aus. Auch das Publikum applaudierte begeistert.

Doch dann machte das Wetter dem idyllischen Konzertbesuch in der besonderen Atmosphäre des Zoos – neben Papageien, Baumkängurus und Roten Varis – einen kleinen Strich durch die Rechnung. Regengüsse unter Blitzen und Wind pünktlich zur Pause. „Wir machen das Beste draus“, sagte Marketing-Chef René Gottschalk. Wie die große Mehrheit seiner Zoo-Kollegen war er gestern im Einsatz. Die Stimmung blieb gut, die Menschen fanden Unterschlupf unter Zelten der Gastronomie, Regenschirmen oder in der Lodge. Die Pause wurde 15 Minuten verlängert und dann ging es weiter. Und Peter Leonard bleibt vom Zoo eine schöne Erinnerung – die Patenschaft für ein Trampeltierbaby.

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