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Norddeutsche Neueste Nachrichten

15. Dezember 2017 | 15:05 Uhr

Stadtjubiläum : Konzept steht aus

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Neuesten Nachrichten

Kulturausschuss kritisiert intransparente Projekt- und Budgetplanung für 2018 / Bisher nur wenige konkrete Eckpunkte zum Fest

2018 will die Hansestadt ihren 800. Geburtstag feiern, mit allem, was dazu gehört. Ein ganzes Jubiläumsjahr soll es werden, doch 855 Tage vor dem Rostocker Stadtgeburtstag gibt es noch immer kein Konzept zum Fest. „Planung und die Budgetfrage sind völlig intransparent“, sagt Susan Schulz (Grüne), Vorsitzende des Kulturausschusses. Darüber hinaus sei nicht ersichtlich, wer überhaupt die Verantwortung für die geplanten Projekte und deren Umsetzung habe. Dabei hätte die Bürgerschaft bereits Ende 2015 entscheiden sollen, welche Arbeitsstrukturen und Gremien einbezogen werden sollen, heißt es in einer Stellungnahme des Oberbürgermeisters Roland Methling (parteilos) auf eine Anfrage der Grünen-Fraktion.

„Auch wenn es den Anschein erwecken mag, ist es nicht so, dass nichts passiert“, sagte Kulturamtsleiterin Michaela Selling im Kulturauschuss. Die zuständigen Ämter der Hansestadt, die Geschichtswerkstatt, das Hanse Sail-Büro und weitere Projektträger würden seit einiger Zeit zusammenarbeiten. „In den letzten anderthalb Jahren sind sukzessive Vorschläge von Bürgern eingegangen, sodass inzwischen 71 Projektvorschläge von Einzelpersonen, Institutionen und Vereinen vorliegen“, so Selling. Einige davon sowie markante Daten seien bereits fest gesetzt: „Am 1. Januar 2018 wird das Zifferblatt der Astronomischen Uhr ausgewechselt, um das Jubiläumsjahr einzuläuten“, so die Kulturamtsleiterin. Es solle verschiedene Ausstellungen, ein Lexikon sowie eine Briefmarke und ein Logo zum Stadt- und Universitätsjubiläum geben. Ferner würde der internationale Hansetag vom 22. bis 24. Juni 2018 rund um den Stadtgeburtstag in Rostock stattfinden und sich genau wie die Hanse Sail thematisch an das Jubiläum anpassen. Für die Umsetzung des Hansetags stehen etwa 900 000 Euro als Gesamtzuschuss an die Tourismuszentrale zur Absicherung der Kosten bereit, heißt es aus dem Rathaus. Wie hoch das Budget aus den Haushaltsmitteln 2017/18 für die Umsetzung der Projekte insgesamt ausfallen wird, könne erst dann geklärt werden, wenn der Antrag geprüft worden sei.

Um die vorliegenden Projektvorschläge zu bewerten und eine gemeinsame Vermarktungsstrategie mit Partnern wie der Universität und der Industrie- und Handelskammer hat die Stadt bereits Ende 2015 eine Stelle ausgeschrieben: „Die Stelle zur Koordinierung sämtlicher Festivitäten zu den Jubiläen 2018 und 2019 wird künftig Franziska Nagorny übernehmen“, so Kulturamtsleiterin Michaela Selling. Eine Frist, bis wann das Konzept zum Stadtjubiläum mit allen Facetten vorliegen soll, gebe es bisher jedoch nicht.

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