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Bundesjugendkonferenz in Rostock : Kongress der Medienscouts

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Aus der Redaktion der Norddeutschen Neuesten Nachrichten

Cybermobbing und Sexting sind zwei wichtige Themen während der dreitägigen Bundesjugendkonferenz Medien in Rostock, an der rund 120 Medienscouts teilnehmen.

svz.de von
erstellt am 26.Feb.2016 | 20:45 Uhr

Bei vielen Kindern und Jugendlichen ist nach Ansicht des Chefs der Deutschen Kinderhilfe, Rainer Becker, das Bewusstsein für die im Internet lauernden Gefahren zu wenig ausgeprägt. „Sie müssen lernen, sich selbst zu schützen“, sagte Becker gestern auf der dreitägigen Bundesjugendkonferenz Medien 2016 in Rostock.

Wie das zu bewerkstelligen ist, beraten rund 120 sogenannte Medienscouts aus ganz Deutschland. Sie sind erste Ansprechpartner für Jugendliche, die durch Internetaktivitäten in Not geraten sind.

Gleichzeitig müssten die jungen Internetnutzer aber selbst ein Unrechtsbewusstsein für ihr eigenes Verhalten entwickeln, sagte Becker. „Sie können sich meist nicht vorstellen, was mit Cybermobbing anderen angetan werden kann.“ Auch dazu könnten Medienscouts ihren Beitrag leisten.

Wie Armin Schlender vom Landespräventionsrat sagte, wird die große Mehrzahl der Fälle gar nicht bekannt. Dies zeige auch die jüngst vorgestellte Dunkelfeldstudie. Schätzungen zufolge wurden 2014 bei der allgemeinen Computerkriminalität 99,2 Prozent aller Fälle nicht angezeigt. „Die Anonymität im Internet führt dazu, dass Gewaltphänomene zunehmen“, sagte Schlender. Deshalb gebe es unter den Jugendlichen immer mehr Opfer, aber auch immer mehr Täter.

Die Problematik, mit der sich Medienscouts auseinandersetzen, ist so vielfältig wie das Internet selbst. Ganz vorne stehen Cybermobbing und Sexting, berichtete die Konferenzorganisatorin Gesa Stückmann, die sich als Rostocker Rechtsanwältin auf Internetkriminalität spezialisiert hat.

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